Arbeit und Migration

In Deutschland herrscht eine große Lohnentgeltlücke zwischen Männern und Frauen. Migrantinnen sind oftmals von einer Mehrfachdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt betroffen. Die OECD hat im Jahr 2013  herausgearbeitet, dass Deutschland im internationalen Vergleich das Schlusslicht bildet, was die Arbeitsmarktintegration von Migrant_innen in den öffentlichen Dienst anbelangt. Aber nicht nur in diesem Bereich des Arbeitsmarktes herrscht ein großer Nachholbedarf.  Die Nachqualifizierung von bereits hier lebenden Migrant_innen, aber auch  die sprachliche wie auch berufliche Qualifizierung von neu nach Deutschland migrierten  Menschen sind sehr wichtig, um ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen entgegenzuwirken.

DaMigra setzt sich für gleichen Zugang zur Bildung, für Anerkennung ausländischer Abschlüsse und für die Gleichstellung von Migrantinnen und Frauen ein.

Hier können sie wichtige Materialien zum Thema finden.

Arbeitsmarktintegration hochqualifizierter Migrantinnen: Berufsverläufe in Naturwissenschaft und Technik

Veröffentlicht: 07.03.2012

Es werden die Berufsverläufe analysiert von Migrantinnen mit eigener Migrationserfahrung und von Bildungsausländerinnen im Sinne des Erwerbs eines berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses im Ausland. Wie sind sie „an der Spitze“ von Unternehmen, Organisationen und Universitäten vertreten? Wie gestaltet sich für sie der Weg dahin? Welchen Einfluss haben Geschlecht und Migration auf den Berufsverlauf?

Download: Arbeitsmarktintegratoin hochqualifizierter Migrantinnen (4,15 MB)

Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland

Veröffentlicht: 10.03.2011

Aus der Reihe „Integrationsreport“, Teil 9.

Das Working Paper 36 „Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland“ bildet den neunten Teil der Reihe „Integrationsreport“. Es behandelt den neben der schulischen und beruflichen Bildung zentralen Bereich der strukturellen Integration. Herangezogen werden dazu Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Mikrozensus.

Download: Migranten am Arbeitsmarkt in Deutschland (678 KB)

30.06.2011 | Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund

Übergreifendes Erkenntnisinteresse der qualitativen Studie ist es, einen tiefen Einblick in die Lebenswelten von niedrigqualifizierten Frauen mit Migrationshintergrund zu erhalten, die sowohl in Deutschland als auch aus globaler Perspektive am wenigsten in den Arbeitsmarkt integriert sind und sozioökonomisch im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung des Gastlandes relativ marginalisiert leben. Sie gelten als die Gruppe, die auf dem Arbeitsmarkt am schwersten zu vermitteln ist. Berufe Niedrigqualifizierter werden in der Regel von der Aufnahmegesellschaft gering geschätzt; der "sekundäre" Arbeitsmarkt ist insgesamt eher mit negativen Vorurteilen und Abwertungen belastet. Die vorliegende Untersuchung gibt einen dezidiert vertieften Einblick in die Lebenswelten der ausgewählten Gruppe von Frauen. Sie wurde auf der individuellen Ebene durchgeführt, um ein möglichst tiefes Verständnis für die Probleme dieser Frauen und der sie verursachenden Hintergründe zu erhalten.

Download: Beiträge zu Migration und Integration, Band 3 (1,69 MB)

Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt

Veröffentlicht: 27.11.2014

Ausländer haben den Sozialstaat 2012 um 22 Milliarden Euro entlastet – 3.300 Euro pro Kopf. Noch stärker profitieren könnte Deutschland, wenn es mehr in Bildung investiert und auf qualifizierte Zuwanderung setzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.Zuwanderung, Einwanderung, Einwanderungsland, Ausländer, Integration, Migration, Demographie, Sozialstaat, Staatskasse.

Download: Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt. (PDF)

 

Studie: Die Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland (Hrsg. von Bertelsmann Stiftung)

Der Soziologe Professor Dietrich Thränhardt  hat im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung eine Studie zum Thema Die Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland - Humanität, Effektivität, Selbstbestimmung herausgegeben, die am 26.05. 2015 veröffentlicht wurde:
"Obwohl die Bundesregierung Residenzpflicht und Arbeitsverbot für Asylbewerber auf drei Monate verkürzt hat und zwei Drittel der Asylbewerber im erwerbsfähigen Alter sind, bleibt ihnen während der Wartezeit auf Bleibegenehmigung in der Regel der Weg in einen Job versperrt. Zu hoch ist die Unsicherheit für Arbeitgeber, zu unsicher die Perspektive für den einzelnen Flüchtling." 

Download: Link zur Pressemeldung der Bertelsmann-Stiftung

Download: Link zur Studie

Inkrafttreten des ILO-Übereinkommens 189 „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ in Deutschland

Am 1. September 2014 trat in Deutschland das Übereinkommen „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Kraft. Die ILO hat 2011 mit dem Übereinkommen 189 über „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ erstmals die besonders von Ausbeutung bedrohte Gruppe der Hausangestellten in den Mittelpunkt gerückt. DaMigra unterstützt das ILO-Übereinkommen ausdrücklich und begrüßt sein Inkrafttreten in Deutschland.

Hier geht es zum ILO-Übereinkommen

Broschüren zu Handwersberufen in unterschiedlichen Sprachen von DIHK und WHKT

In seiner Publikation "Die duale Berufsausbildung" informiert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) über die Vorteile der Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule - ab sofort auch auf Türkisch. Die Veröffentlichung gibt es bereits in einer deutschen, englischen, französischen und spanischen Fassung.

Die Flyer können bestellt werden beim DIHK-Verlag,
E-Mail bestellservice[at]verlag.dihk.de, oder unter http://www.dihk-verlag.de/

Der Westdeutscher Handwerkskammertag stellt Broschüren zu "Starthelfende Ausbildungsmanagement"   über Handwerksberufe 
in russischer und türkischer Sprache zur Verfügung. Diese können auf der folgenden Seite runtergeladen werden.


Weiterführende Links

Kontakt

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Dachverband der Migrantinnenorganisationen
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Phone: 030 255 685 12
Mail: info[at]damigra.de