Gesundheit und Gesundheitsversorgung

Migrantinnen sind aufgrund diverser psychischer und physischer Faktoren oft vorbelastet. Hierzu zählen: Traumatisierung durch Flucht, Krieg, Folter. Viele Frauen erleben durch die Migration einen Statusverlust, dadurch findet eine Unterschichtung im beruflichen und sozialen Umfeld statt, die auch zu prekärer Gesundheitssituation führt. Zudem migrieren Frauen oft mit ihren Kindern, was gerade für Alleinerziehende eine enorme Belastung darstellt. 

Migrantinnen, die bereits dauerhaft in der BRD leben, begegnen auf  Barrieren im Gesundheitssektor wie u.a. das Fehlen von mehrsprachigen Ärzt_innen und Therapeut_innen, bei Flüchtlingsfrauen im Asylverfahren werden die Therapiekosten nicht übernommen bzw. nur die Notfallversorgung wird gesichert, in manchen Fällen haben die Frauen abhängig von ihrem Aufenthalsstatus gar keinen Krankenversicherungsschutz für sich und ihre Kinder.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema.

Dokumentation der Fachkonferenz Sexuelle Gesundheit von Migrantinnen und Migranten. Berlin im Februar

In Berlin fand vom 25. bis 26. Februar 2016 die Fachkonferenz "Sexuelle Gesundheit von Migrantinnen und Migranten stärken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) statt. Die Konferenz widmete sich dem Thema der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund.

DaMigra e. V. Vorstands-Beisitzerin Kook-Nam Cho-Ruwwe u. a. konnte sich daran beteiligen.

Die begleitende Dokumentation finden Sie hier

Gesundheit-Gewalt-Migration - Eine vergleichende Sekundäranalyse zur gesundheitlichen und Gewaltsituation von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland

Für die Durchführung dieser Studie wurden Frauen deutscher und türkischer Herkunft sowie Frauen aus Ländern der ehemaligen UdSSR im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt.

Ein zentrales Ergebnis ist, dass die gesundheitliche Höherbelastung der Migrantinnen nicht überwiegend auf deren höhere Gewaltbelastung zurückzuführen ist, sondern stärker mit anderen Variablen der Lebenssituation gekoppelt ist, wie der sozialen Lage, einem deutlich geringeren Bildungs- und Ausbildungsniveau sowie dem Mangel an gut abgesicherten beruflichen und sozialen Einbindungen sowie dem Fehlen eines vertrauensvollen, engen Beziehungsnetzes.

Unter folgendem Link können Sie die Studie einsehen und herunterladen:http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/publikationen,did=108722.html

Gesundheit und Integration. Ein Handbuch für Modelle guter Praxis

Der bundesweite Arbeitskreis “Migration und öffentliche Gesundheit" der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat ein Raster entwickelt zur Erfassung von Projekten, die die Chancengleichheit im Gesundheitsbereich fördern. Anhand dieser Richtlinien wurden bundesweit Projekte gesammelt und in diesem Handbuch zusammengestellt.

Download:Handbuch

Schwerpunktbericht der Gesundheitsberichterstattung des Bundes Migration und Gesundheit

Im Mittelpunkt des Berichts des Robert-Koch-Instituts steht die Frage, worin die besonderen Gesundheitsbelastungen der Menschen mit Migrationshintergrund bestehen und wie sie sich von denen der Mehrheitsbevölkerung ohne Migrationshintergrund unterscheiden.

Download: Studie Migration und Gesundheit

 

 


Weiterführende Links

Kontakt

DaMigra e. V.
Dachverband der Migrantinnenorganisationen
Am Sudhaus 2
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Phone: 030 255 685 12
Mail: info[at]damigra.de