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Eine Geschichte über das Zusammensein und die Überwindung von Vorurteilen – ein Rückblick zu dem Film „Divertimento“!

„Divertimento“ ist ein berührender und emotionaler Aufruf, trotz allen Formen von Rassismus und Diskriminierung an die eigenen Träume zu glauben.

Zusammen mit der Regionalreferentin Pelin Sener-Derventil nahmen 14 Frauen am 28. Juni in Köln an dem Kinobesuch teil, den wir mit der FES organisiert hatten. Der Film wurde mit Vergnügen angeschaut. Anschließend fand eine Diskussion statt.

Hier ein paar Gedanken der Teilnehmerinnen zu dem Film:

Als mein Sohn die Grundschule beendete, war mein Deutsch nicht gut. Seine Lehrerin sagte: „Dein Deutsch ist auch nicht so gut, und es ist sehr schwer für ihn, ohne Unterstützung von zu Hause aufs Gymnasium zu gehen.“ Das war kein Rassismus oder böser Wille. Es war ein Vorurteil. Sie war eine frisch ausgebildete Lehrerin. Sie war einfach der Meinung, dass es ein Migrantenkind ohne Unterstützung von zu Hause schwer haben würde. Sie sagte, das Gymnasium sei zu schwer, und ich war entmutigt. Meinem Kind ging es gut. Ich sagte, ich würde es aufs Gymnasium schicken. Jetzt fragt mich diese Lehrerin jedes Mal, wenn sie mich sieht, und sie freut sich sehr, wenn sie hört, dass mein Sohn erfolgreich ist.

Der Film berührte viele soziale Themen. Dass Vorurteile abgebaut werden können. Man denkt, dass es vielleicht nicht so einfach ist, Vorurteile abzubauen. Diejenigen, die Vorurteile haben, denken manchmal so, nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man sie in dem Glauben lässt, dass sie schlecht sind. Das Öffnen verschiedener Fenster, das Betrachten aus anderen Blickwinkeln, das Experimentieren, wie wir es im Film sehen, zerschlägt Vorurteile. Zusammenkommen ist der erste Schritt.

Eine Frau zu sein, eine Immigrantin zu sein, ein behindertes Kind in der Hauptrolle zu haben und die liebevolle Beziehung, die man zu ihm aufbaut, die Annäherung an ein Kind, dessen Vater im Gefängnis ist, mit anderen Worten, es ist ein Film, der die Ausgeschlossenen, die Ungewöhnlichen der Gesellschaft einbezieht. Weltweit gibt es nur 6 Prozent weibliche Orchesterregisseure. Als Frau ist man entmutigt. Der andere Dirigent, mit dem sie verglichen wird, ist der Sohn einer bedeutenden Persönlichkeit. Mit anderen Worten: Es gibt klassenbedingte, sexistische und migrationsbedingte Ausgrenzung. Chancen, sozioökonomische Widersprüche.

Der Kinobesuch wurde in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert.

Vielen Dank an Alle die teilgenommen und mitdiskutiert haben! 🙂

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