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Orientierung und Stadtgeschichte: Selbstbestimmt durch Leipzigs Straßen

Das Flüchtlingshilfswerk der UN (UNHCR) hat erst kürzlich Rekordzahlen an weltweit Vertriebenen veröffentlicht. Hinter dieser Zahl stehen persönliche Schicksale – und für viele Menschen ein Neuanfang in einem anderen Ort. Sich diesen Ort zu einem neuen Zuhause zu machen, erfordert Mut, Geduld und letztlich auch Orientierung. Für geflüchtete und migrierte Frauen bedeutet Empowerment und Teilhabe daher auch, sich sicher, mobil und eigenständig durch die Stadt bewegen zu können.

Um die Orientierungsfähigkeit der Teilnehmer*innen zu verbessern und parallel ein wenig Stadtgeschichte Leipzigs zu vermitteln, haben die Frauen verschiedene, geschichtsträchtige Orte besucht. Vom DaMigra-Büro ging es über die Russische Gedächtniskirche, über das Völkerschlachtdenkmal zurück in die Innenstadt. Von Station zu Station haben sie sich dabei selbst navigiert und Apps wie Google Maps und Leipzig Move benutzt. Durch diese Selbsthilfe konnten die Teilnehmer*innen sich selbst befähigen und Ängste abbauen.

Projektmitarbeiterin Iuliia erklärt die Nutzung von der App Leipzig Move

Denn: Ein Leben in einer neuen Stadt geht nicht selten auch mit anfänglicher Überforderung einher. Sich zurecht zu finden, die richtigen öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen und Wege kennenzulernen, sind alltägliche und vollkommen verständliche Herausforderungen. Gleichzeitig können Unsicherheiten aufgrund von Sprachbarrieren ein Nachfragen nach dem Weg bei Passant*innen erschweren.

Durch die Schnitzeljagd unter dem Motto „Mobil durch die Stadt“ sind wir gemeinsam diesen Hürden entgegengetreten. Dank der Begleitung von zwei Projektmitarbeiterinnen fand außerdem eine russische und arabische Sprachmittlung statt. So konnten sich die Teilnehmer*innen nicht nur in ihrer eigenen Sprache ausdrücken und Fragen zu den Stationen stellen, sondern verstanden auch alle wichtigen Informationen.

Insgesamt war der Stadtrundgang ein wichtiger Schritt für die Frauen, sich in Leipzig wohlzufühlen, die Stadt als aktuelles Zuhause anzunehmen und schöne Orte zu entdecken, die im Alltag keinen Platz finden.

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