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„Rassismus ist nicht ok, es ist nicht normal!“ – ein Rückblick zu unserer Podiumsdiskussion über Antimuslimischen Rassismus in Erfurt!

Anfang Juli, anlässlich des Tages gegen Antimuslimischen Rassismus, haben wir in Erfurt eine Veranstaltung organisiert. Der Titel war „Die Erfindung der muslimischen Anderen. Kopftuchdebatten und antimuslimischer Rassismus“.

Im Anschluss an den Vortrag gab es ein Podiumsgespräch von engagierten Frauen in Erfurt, welche eine Verbindung zu dem Thema haben. Moderiert wurde das Ganze von Rudaba Badakhshi. Für die Veranstaltung wurde sowohl das Zentrum für Integration und Migration (kurz ZIM) als auch der Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Erfurt als Kooperationspartner*innen gewonnen. Das Büro Migration und Integration stellte dabei den Veranstaltungsort, die kleine Synagoge in Erfurt, was eine besondere Atmosphäre für den Nachmittag und Abend geschaffen hat. Die Referierenden Anna Sabel und Fatma Kütle sind beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften im Projekt Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit und (Un-) Sichtbarkeiten der Migrationsgesellschaft angestellt und haben das anfängliche Input gegeben, mit spannenden Fakten, Theorien und Denkanstößen.

Um danach den Blick auf die Praxis zu richten, und eben nicht nur über, sondern vor allem mit Musliminnen zu sprechen, schloss sich an den Vortrag ein Podiumsgespräch an. Auf dem Podium saßen drei engagierte Frauen aus Erfurt: Masuma Jafari, Beraterin im Antirassismusprojekt AntiRactiv von Migranetz Thüringen, Kamar Duwairi, Vorstandsmitglied im Syrischen Kulturverein und Mitglied im Ausländerbeirat, und Eman Jamous, Vostandsmitglied im Landesfrauenrat Thüringen und Beraterin bei ezra.

Die Frauen sprachen über eigene Strategien gegen Rassismus, aber sprachen auch Forderungen aus, die es in der Politik und in unserer Gesellschaft im Kampf gegen jegliche Form von Rassismus braucht. Aus dem Publikum wurden zudem Themen wie Schule, Umgang als Eltern mit von Rassismus betroffenen Kindern und der Arbeitsmarkt angesprochen. Die Gespräche waren sehr bewegend, und ermutigend, da alle drei Frauen motiviert waren, weiter gegen AMR und andere Formen von Rassismus zu kämpfen.

Hier ein paar Zitate aus den Gesprächen:

Präsenz. Wir müssen überall präsent sein, um Rassismus zu bekämpfen.

Der Kampf gegen Rassismus fängt mit Anerkennung an. Anerkennung, dass es (AMR) Rassismus gibt.

In meinem Heimatland bin ich hochqualifiziert, aber hier durch mein Kopftuch wird es mir schwer gemacht, eine Arbeit zu finden!

Ich war bereits niedergeschlagen, aber eine Frau in meinem Integrationskurs sagte ‚Gib nicht auf, du musst kämpfen! Kämpf! Willkommen in Deutschland.

Wir bedanken uns bei allen Menschen die da waren, zugehört und mitdiskutiert haben!

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