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Mehr als Eifersucht und Ehre – Frauen*morde als globales Phänomen?

(english version below)

 

Datum: 22. November 2018
Einlass: ab 17.00 Uhr
Zeit: 17.30 Uhr – 20.00 Uhr
(mit anschließendem informellen Austausch)
Ort: Jugendherberge Köln-Riehl, Raum: Peking, An der Schanz 14, 50735 Köln

ZUR ONLINE-ANMELDUNG

Immer wieder wird das Phänomen Frauen*mord (Feminizid) in der öffentlichen Debatte und durch die mediale Berichterstattung auf nicht-(west)europäische Gesellschaften und auf Personen mit Flucht- und Migrationsgeschichte projiziert. Dies führt letztlich auch dazu, dass die Verbrechen von weißen, herkunftsdeutschen Tätern* unsichtbar gemacht werden. Rassistische Zuschreibungen sind also virulenter Bestandteil der Debatte, während es gleichzeitig zu einer Entpolitisierung von Frauen*morden kommt: Kaum thematisiert werden die gesamtgesellschaftlichen, patriarchalen Machtverhältnisse, in denen die Morde verübt werden.

Dieser Umgang mit dem Thema wirft dringende Fragen auf:
Sind Frauen*morde nicht vielmehr ein globales Phänomen? Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen in Bezug auf Frauen*morde? Wie setzen sich Frauen* in unterschiedlichen Ländern für den Kampf gegen diese Strukturen ein?

Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen* (25. November), lädt der Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) in Kooperation mit dem Bundesverband der Migrantinnen zur Veranstaltung „Mehr als Eifersucht und Ehre – Frauen*morde als globales Phänomen?“ ein. Drei Referentinnen* werden miteinander ins Gespräch kommen und ihre jeweilige Expertise zu Feminiziden in der Türkei, in Mexiko und in Deutschland einbringen. Anschließend laden wir alle Teilnehmenden zu einer offenen Diskussionsrunde ein.

Referentinnen*:

Dr. Nil Mutluer (Soziologin, Humboldt-Universität zu Berlin) als Referentin zu Feminiziden in der Türkei

Paulina Trejo Méndez (Sozialwissenschaftlerin und feministische Künstlerin) als Referentin zu Feminiziden in Mexiko

Marlene Pardeller (Mitglied der Initiative #keinemehr und Filmschaffende) als Referentin zu Feminiziden in Deutschland

Moderation: Çiler Fırtına

Nach Abschluss der Veranstaltung wird es die Möglichkeit zum informellen Austausch bei Getränken und kleinem Imbiss geben.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Übersetzungen ins Deutsche, Türkische und ins Arabische sind möglich. Bitte geben Sie einen entsprechenden Bedarf bei der Anmeldung an. Anmeldungen werden erbeten bis 17. November 2018.

Bitte nutzen Sie zur Anmeldung das Online-Formular (Link oben).

Bei Fragen zu der Veranstaltung kontaktieren Sie bitte Frau Daria Ankudinova per Email veranstaltung@damigra.de, per Telefon 049 (0)345 61409866 oder per Mobiltelefon 049 1525 2782153.

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die durch rassistische, sexistische oder andere menschenverachtende Äußerungen auffallen, von der Veranstaltung auszuschließen.

 

Einladungsflyer (deutsche Version)

 

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More than Jealousy and Honour – Femicides as a Global Phenomenon?

 

Date: 22nd November 2018
Admission: starting 5:00 pm
Time: 5:30 pm – 8:00 pm
(possibility of informal gathering at the end)
Location: Jugendherberge Köln-Riehl, Room: Peking, An der Schanz 14, 50735 Köln

ONLINE REGISTRATION

Time and again, the phenomenon of femicide is being projected on non- (West) European societies as well as on refugees and persons with migration background by media reports and in public debate. This eventually leads to the invisibility of the crimes committed by white, ethnic German perpetrators. Imputation due to racism is thus a virulent part of the debate, while at the same time a depoliticisation of femicide is taking place: patriarchal power relations that constitute the context in which the murders are being perpetrated are barely addressed.

This approach to the topic raises urgent questions:

Aren´t femicides in fact a global phenomenon? What roles do patriarchal structures play in relation to femicide? How do women in different countries fight against these structures?

On the occasion of the International Day for the Elimination of Violence against Women (25th November), Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) in cooperation with Bundesverband der Migrantinnen extends an invitation to the event “More than Jealousy and Honour – Femicide as a Global Phenomenon?”. Three speakers will discuss and contribute their respective expertise on femicide in Turkey, Mexico and Germany. We will then invite all participants to an open discussion round.

Speakers:

Dr. Nil Mutluer (sociologist, Humboldt-Universität zu Berlin) as speaker on femicide in Turkey

Paulina Trejo Méndez (social scientist and feminist artist) as speaker on femicide in Mexico

Marlene Pardeller (member of the initiative #keinemehr and filmmaker) as speaker on femicide in Germany

Moderation: Çiler Fırtına

After the event there will be an opportunity for informal discussion with drinks and snacks.

The event will take place in English. Translations into German, Turkish and Arabic are possible. Please indicate your requirements when registering. Please register by 17th November 2018.

To sign up, please use the online form.

In case you have any questions regarding the event, please do not hesitate to contact Ms. Daria Ankudinova via: veranstaltung@damigra.de, telephone +49 345 61409866 or mobile +49 152 52782153.

 

The organisers reserve the right to exclude persons from the event who attract attention through racist, sexist or other disrespectful remarks.

 

Invitation flyer (english version)