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3. September 2021

40 Jahre Frauenrechtskonvention CEDAW – (k)ein Grund zum Feiern?

HAPPY BIRTHDAY TO … CEDAW

Wir feiern heute Geburtstag: Denn vor 40 Jahren hat Deutschland die Frauenrechtskonvention CEDAW (das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau) ratifiziert. Es verbietet die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der Geschlechtsidentität in allen Lebensbereichen. DaMigra freut sich über diesen wichtigen Jahrestag. Dennoch fragen wir uns: Gibt es einen Grund zum Feiern?

Nach wie vor müssen hart umkämpfte Rechte für Frauen und Mädchen auf ein selbstbestimmtes und würdiges Leben immer wieder aufs Neue verteidigt werden. So auch derzeit in Afghanistan. Denn: Auch Afghanistan unterzeichnete und ratifizierte CEDAW. Die Frauenrechte in Afghanistan wurden mit der Machtübernahme der Taliban von heute auf morgen zunichtegemacht. Viele Frauen und Mädchen in Afghanistan haben ihre Rechte verloren und bangen um ihr Leben. Sie warten auf eine Möglichkeit, das Land zu verlassen, um in Sicherheit ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Frauenrechte waren und sind leicht angreifbar, wir müssen um sie kämpfen.

Wie schnell Frauen ihre Rechte verlieren können, haben wir auch während der Corona-Pandemie erlebt. Häusliche und ökonomische Gewalt gegen Frau stiegen weltweit an. Die Last der Frauen, ob in systemrelevanten Jobs wie in der Pflege oder im Einzelhandel, zu Hause beim Homeschooling oder der Sorge- und Pflegearbeit von Angehörigen wuchs.

Während der Pandemie verfestigten sich damit auch tradierte Rollenbilder. Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist auch in Deutschland noch lange nicht vollzogen und wurde durch eine strikte Rollenverteilung Lichtjahre zurückversetzt. Dies bestätigen auch diverse Studien zur Aufteilung von Sorgearbeit von Heteropaaren: Den Großteil der Kinderbetreuung übernahmen die Frauen, sie gingen auch häufiger in Teilzeit-Beschäftigungen. Die Lohnlücke, der sogenannte Gender Pay Gap, aber auch der Migration Pay Gap zeigen uns darüber hinaus, was für eine faktische Gleichstellung noch zu tun ist.

Aber wer der Politiker*innen in diesem Superwahljahr wird den Kampf gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung in allen Lebensbereichen vorantreiben? Mit nur wenigen Ausnahmen finden sich in den aktuellen Wahllisten weder eine paritätische noch eine diversitätssensible paritätische Besetzung. Es stellt sich zurecht die Frage, wie die Belange speziell migrierter, geflüchteter oder behinderter Frauen und Mädchen in der Politik Anklang finden sollen, wenn sie nicht politisch repräsentiert sind. Die politische Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen ist daher maßgeblich für die Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen. Dafür muss bis zum nächsten Jubiläum von CEDAW weiterhin von allen Beteiligten in Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung gekämpft werden.

DaMigra e.V. ist die Interessenvertretung von Migrantinnenselbstorganisationen und ihren Belangen und setzt sich für Chancengerechtigkeit, gleichberechtigte Teilhabe und für die Gleichstellung von Frauen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung in Deutschland ein. DaMigra verfolgt den Ansatz des Antirassistischen Feminismus.

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