6. November 2017

Als ich nach Deutschland kam

Als ich nach Deutschland kam

International Women Space organisierte im Oktober 2017 eine zweitägige Konferenz in Berlin. Die Referentinnen, darunter unsere Vorstandsvorsitzende Kook-Nam Cho-Ruwwe, haben über das Ankommen in Deutschland, das Arbeiten und Leben hier, sowie die politischen Organisationen gesprochen.

“Als ich nach Deutschland kam”: Gastarbeiterinnen, Vertragsarbeiterinnen
und geflüchtete Frauen* aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren
 und von heute berichteten von ihren Erfahrungen. Migrantinnen* und 
geflüchtete Frauen*, die aus unterschiedlichen Gründen und aus
 unterschiedlichen Generationen hierher kamen, wird auf Grund
 von strukturellem Rassismus und Sexismus, die Sichtbarkeit in der
 deutschen Gesellschaft verweigert.

 Bei den Anlässen, zu denen Migrantinnen* und geflüchtete Frauen* präsent
 sind, werden sie oftmals auf die Rolle des gesichtslosen Opfers 
reduziert. Wir fokussieren uns auf die diversen Formen des Widerstandes dieser Frauen* gegen strukturellen, institutionellen und alltäglichen Rassismus 
und Sexismus.

Kook-Nam Cho-Ruwwes Beitrag befasst sich mit dem hart erkämpften Bleibe- und Arbeitsrecht im Juni 1978.


Bericht: Pflegenotstand in Deutschland
Präsentation: Pflegenotstand in Deutschland

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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