11. Oktober 2019

Anschlag in Halle: DaMigra solidarisch gegen rechte Gewalt

Halle, den 11. Oktober 2019. Unsere Gedanken und unser tiefstes Mitgefühl gelten den Angehörigen der Opfer in Halle. Der Schock über diese schreckliche Tat macht uns betroffen.

Der Angriff auf eine Synagoge in Halle und die willkürliche Erschießung von zwei Menschen vor der Synagoge und in einem Döner-Imbiss haben das Ausmaß von Antisemitismus hierzulande deutlich vor Augen geführt. Unschuldige Menschen haben aufgrund von antisemitischen und rassistischen Ideologien ihr Leben verloren.

Auch wenn in den Medien von einem Einzeltäter berichtet wird, ist dieser Anschlag Teil von gewaltbereiten, rechtsextremen Strukturen, die aufgrund rassistischer, antisemitischer und frauenverachtender Einstellungen stark verbreitet sind. Ihre Ideologen hetzen täglich gegen „Geflüchtete“ und „Ausländer“ und gegen anders denkende und handelnde Menschen, die für eine demokratische und emanzipierte Gesellschaft einstehen. Als offene, demokratische Gesellschaft können wir dies nicht dulden.

Diese Gewalt geht uns ALLE an.

Bedrohung von Rechts darf weder verharmlost, noch in einer Einzeltäter-Rhetorik zur Ausnahme relativiert werden. Rechte Angriffe passieren täglich. Rechter Terror richtet sich nicht gegen eine bestimmte Gruppe, sondern verletzt das Recht auf Sicherheit aller Menschen. Es handelt sich hierbei um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das mit vereinten Kräften angegangen werden muss.

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31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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