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16. März 2021

Anti-Rassismus. (K)ein Thema in der Gleichstellungspolitik Mitteldeutschlands?

ERFURT, MAGDEBURG, DRESDEN. Ist Rassismus ein Thema in der Gleichstellungspolitik Mitteldeutschlands? Anläßlich des Internationalen Tages gegen Rassismus diskutieren gleichstellungspolitische Akteure aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen diese Frage bei einem digitalen runden Tisch.  Dazu laden der Dachverband der Migrantinnenorganisationen DaMigra und die Landesfrauenräte Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens am 18.03.2021 von 15.30-17.30 ein.

Geflüchtete, migrierte und als solche gelesenen Frauen* sind im Alltag oft von Mehrfachdiskriminierung betroffen. Das wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus: von der diskriminierenden Lohnlücke aufgrund des Geschlechts und der Migrationsgeschichte bis hin zu rechter Gewalt auf der Straße. Die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie haben die Ausgangsbedingungen von vielen Frauen mit Migrationsgeschichte in Mitteldeutschland weiter verschlechtert. Der Zugang zu Arbeitsrechten, Bildung, Gewaltschutz und politischer Teilhabe ist oft eingeschränkt.

“Damit wir unsere Rechte als Frauen* tatsächlich in Anspruch nehmen können, muss jede Form von Rassismus bekämpft werden. Das bestätigt auch die Frauenrechtskonvention CEDAW.”, teilt DaMigras Vorstandsvorsitzende Kook-Nam Cho-Ruwwe mit.

Auf der Veranstaltung diskutieren gleichstellungspolitische Akteure, inwiefern Rassismus in der Gleichstellungspolitik ein Thema ist und wie Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte in den einzelnen Ländern gestärkt werden können.

“Wir möchten unsere privilegierte Stellung nutzen, Anliegen der von Rassismus betroffenen Frauen zu unterstützen und diese Frauen zu vertreten.”, führt die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Thüringen Friederike Theile aus. “Unsere Vision ist es, benachteiligende und ausgrenzende individuelle und institutionelle Praxen zu verändern und diese abzubauen.”

“Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!”, positioniert sich die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen Susanne Köhler.

Daniela Suchantke, Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt nimmt das Thema Frauen*hass und rechte Gewalt in den Blick:

„Frauen*hass bildet oft den gemeinsamen Nenner in rechten Ideologien. Der Attentäter von Halle (Sachsen-Anhalt) nannte Antifeminismus neben Rassismus und Antisemitismus als Tatmotiv für seinen Anschlag auf die Synagoge. Rechte Radikalisierung findet oft in digitalen Räumen statt. Daher fordern wir als Konferenz der Landesfrauenräte, ein konsequentes Vorgehen gegen Hatespeech.“

Pressemitteilung hier downloaden

Präsentation des Input-Vortrags zu Intersektionalität und Anti-Rassismus in der Gleichstellungspolitik von Noa K. Ha, kommissarische wissenschaftliche Geschäftsführerin am DeZIM-Institut

 

Programm 18.03.2021

Fachmoderation PEGGY PIESCHE Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Leitung FBL „Politische Bildung und plurale Demokratie“ – Standort Gera | Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität (D.I.D.)

15:30     Begrüßung

          KOOK-NAM CHO-RUWWE Vorstandsvorsitzende von DaMigra

15:45    Grußworte/Statements der Landesfrauenräte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

SUSANNE KÖHLER Vorsitzende LFR Sachsen, Deutscher Juristinnenbund (djb) e.V., Landesverband Sachsen

DANIELA SUCHANTKE Leitung der Geschäftsstelle LFR Sachsen-Anhalt

FRIEDERIKE THEILE Geschäftsführerin LFR Thüringen

16:00    Wissenschaftlicher Input zu Intersektionalität und Anti-Rassismus in der Gleichstellungspolitik

NOA K. HA kommissarische wissenschaftliche Geschäftsführerin am DeZIM-Institut

16:20    Podiumsdiskussion

BURCU AKDOĞAN-WERNER Antidiskriminierungsberaterin ADB Sachsen, Leipzig

DR. DELAL ATMACA Geschäftsführerin von DaMigra

DR. JANINE DIECKMANN Wissenschaftliche Referentin, Bereichsleitung “Diversität, Engagement & Diskriminierung”, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena

PIA HAMANN Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Chemnitz

GABI OHLER Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann des Freistaats Thüringen

LAURA SCHRADER (un)Sichtbar – Netzwerk für Women* of Color Magdeburg

ULRIKE SELLHORN Hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt

17:30     Ende der Veranstaltung

 

Pressekontakt: presse@damigra.de Telefon: 0178 962 9274

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