2. März 2020

DaMigra beim Integrationsgipfel in Berlin

Foto: Gökay Sofuoğlu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland

Bei dem heutigen Integrationsgipfel in Berlin legte Dr. Delal Atmaca, Geschäftführerin von DaMigra, die gemeinsame Stellungnahme von über 35 Migrantinnen*organisationen zur Gleichstellung in der Integrations- und Migrationspolitik vor.

Die allumfassende gleichberechtigte Partizipation von Migrantinnen* und geflüchteten Frauen* in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen liegt uns am Herzen. In der Stellungnahme sind neben allgemeinen auch sehr konkrete Forderungen zu den folgenden Bereichen formuliert: Bildung, Arbeitsmarkt, Selbstständigkeit, Gesundheit, Repräsentanz, Rechtliche Ansprüche, Wohnen, Zivilgesellschaftlcihes Engagement und politische Teilhabe.

DaMigra arbeitete an der Stellungnahme mit und war Teilnehmende in der Redaktionsgruppe. Das Papier wurde an viele Migrantinnen*organisationen verschickt und von ihnen diskutiert. Mehr als 40 Organisationen haben das Papier unterzeichnet und unterstützen die Forderungen.

Stellungnahme zur Gleichstellung in der Integrations- und Migrationspolitik und -Maßnahmen / NAP-I   02.03.2020

SWR3 Morningshow: Interview mit Dr. Delal Atmaca zum Integrationsgipfel 02.03.2020  

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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