16. Juli 2019

DaMigra Jahreskonferenz 2019: “Gewalt gegen ALLE Frauen* stoppen! Istanbul-Konvention umsetzen: VORBEHALTLOS!“

Die sogenannte „Istanbul-Konvention“ (IK) – ist seit dem 1. Februar 2018 in Deutschland gültig.

Die IK definiert Gewalt gegen Frauen* als Menschenrechtsverletzung und eine besondere Form von Diskriminierung. Sie ist eine geeignete Grundlage, um Frauen*rechte als Menschenrechte in Deutschland umfassend und vorbehaltlos für ALLE umzusetzen.

  • Wie werden die Belange und Schutzkonzepte von Frauen*, die in zentralen Unterbringungen (Erstaufnahmeeinrichtungen / Sammelunterkünften / AnkER-Zentren) leben, in der IK beachtet?
  • Durch wen und wie werden Hürden für Migrantinnen* und geflüchteten Frauen* in der IK thematisiert?
  • Was sind die Konsequenzen auf Grund von Einschränkungen durch Aufenthaltsstatus, Wohnsitzregelung und Ehebestandszeit im Rahmen der IK?
  • Werden auch die Bedarfe von illegalisierten Frauen* und Überlebende von Menschenhandel berücksichtigt?

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir die Ziele und Maßnahmen der Istanbul-Konvention auf unserer Jahreskonferenz am 06. September 2019 in Erfurt.

Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

Einladung (DE)   Einladung (E)   Programm (DE)   Programm (E)  

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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