18. Oktober 2019

DaMigra Konferenz 2019 zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen*: „#MyDigitalWomenRights und die Istanbul-Konvention“

Mit der Istanbul-Konvention (IK) ist ein Meilenstein in der Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung der Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* im europäischen Raum erreicht.

Die IK definiert Gewalt gegen Frauen*und Mädchen* ausdrücklich als Menschenrechtsverletzung. Dies bezieht sich auch auf Gewalt im digitalen Raum: Cybergewalt.

Digitale Kommunikationsmittel eröffnen uns neue Handlungsräume, die jedoch gleichzeitig offen für neue Formen von Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sind. Cybergewalt betrifft alle Frauen*.

Gewalt im digitalen Raum und Gewalt im „real life“ sind Ausdruck desselben Problems: Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ist ein Mittel, um Frauen* und Mädchen* offline wie online in einer untergeordneten und schwachen Position zu halten.

Mit zwei Vorträgen und einer Podiumsdiskussion diskutieren wir Cybergewalt gegen Frauen* und Mädchen* und Handlungsmöglichkeiten gemäß der Istanbul-Konvention mit Akteurinnen* des Europäischen Parlaments, der Bundesregierung sowie Beraterinnen* und Aktivistinnen* am 25.11.2019 in Berlin.

  • Welche Artikel der Istanbul-Konvention beziehen sich auf die Cybergewalt gegen Frauen*?
  • Welche Formen von geschlechtsspezifischer Cybergewalt werden im 21. Jahrhundert ausgeübt? Und wie?
  • Wie können wir die sexistische und rassistische Cybergewalt gegen Frauen* und Mädchen*, insbesondere im Zusammenhang mit migrierten und geflüchteten Frauen*, sichtbar machen?

Mit dem #MyDigitalWomenRights fordert DaMigra nach einem anti-rassistischen und -sexistischen Internet für ALLE! Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei.
Die Konferenzsprache ist Deutsch.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten, bitten wir um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung bis zum 18. November 2019 unter: https://eveeno.com/damigra-mydigitalwomenrights

25.11.2019
Tagungsort

Einladung und Programm

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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Keine Veranstaltungen