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9. Februar 2021

Der Bundesschutzbrief FGM-C ist da!

An die 67.000 Frauen, die derzeit in Deutschland leben, sind von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Im Vergleich zu den Daten, die das Bundesfamilienministerium 2017 erhoben hat, ist das ein Anstieg um über 40 Prozent. Etwa 13.000 Mädchen sind in Deutschland von FGM-C bedroht.

Laut der Berliner Koordinierungsstelle FGM-C sind weltweit 200 Millionen Mädchen und Frauen von FGM_C betroffen, in Deutschland leben 75.000 von FGM_C betroffene Frauen und 20.000 gefährdete Mädchen.

In Berlin leben 4.400 betroffene Frauen und knapp 800 gefährdete Mädchen. FGM-C ist ein Fluchtgrund.

FGM-C ist in Deutschland seit 2013 unter Strafe gestellt. Auch sogenannte „Urlaubsbeschneidungen“ sind verboten. FGM-C wird trotz des Verbots und trotz hoher Haftstrafen weiterhin praktiziert – auch heimlich im EU-Ausland.

Damit betroffene Frauen, Familien und Communitys besser über die strafrechtlichen Konsequenzen aufklären können, hat sich Gwladys Awo mit ihrem Verein Lessan e.V. für einen Schutzbrief stark gemacht.

Er sieht einem Reisepass ähnlich, ist blau und hat einem Bundesadler auf der Vorderseite.

Mit dem Dokument können Familien ihre Kinder besser schützen, betroffene Frauen können den Schutzbrief nutzen, um ihre Argumentation gegen FGM-C zu untermauern.

Das Dokument macht sehr deutlich, welche strafrechtlichen Konsequenzen die Durchführung von FGM-C hat:

Es drohen bis zu 15 Jahren Haftstrafe, auch dann, wenn die Verstümmelung im Ausland stattfindet.

Außerdem können Eltern ihren Aufenthaltstitel verlieren, wenn sie ihre Töchter nicht schützen.

Frauen und Familien in Ländern und Communitys, in denen FGM-C praktiziert wird, brauchen Unterstützung, um den gesellschaftlichen und emotionalen Druck wirksam entgegenzutreten.

Der Schutzbrief wurde am 05.02.2021 von Gwladys Awo von Lessan e.V. und der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey offiziell vorgestellt. Der Schutzbrief ist in elf Sprachen übersetzt und soll in Beratungsstellen und Arztpraxen verteilt werden.

Er kann ab sofort auf der Seite von Lessan e.V. und des Bundesfamilienministeriums heruntergeladen, ausgedruckt und verteilt werden.

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