10. Juli 2018

Dialogsommer 2018 – Zeit zum Austausch

Bei DaMigra e.V. stand der Sommer ganz im Zeichen des Austauschs. Zu insgesamt vier Regionaldialogen – für die Region Nord, Ost, Süd und West – haben wir im Juni und Juli eingeladen. MUT-Kolleginnen* und Brückenbauerinnen*, Vertreterinnen* von Migrantinnen*selbstorganisationen, politische Aktivistinnen* und geflüchtete Frauen* hatten die Möglichkeit, gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren. Drei Themen standen besonders im Vordergrund und wurden eigens in Workshops behandelt.

1. Das Selbstbestimmungsrecht – Debatten zwischen Anspruch und Wirklichkeit

In diesem Workshop haben sich die Teilnehmerinnen* darüber ausgetauscht, was sie persönlich unter dem Recht auf Selbstbestimmung verstehen und in welchen Bereichen dieses besonders wichtig für sie ist. Auch war Thema, in welchen Situationen dieses Recht eingeschränkt wird. Wo wird den Frauen* die Möglichkeit genommen, selbstbestimmt zu handeln und was können sie dagegen tun?

2. Solidarität – wo und wie fordern wir diese ein?

Die Teilnehmerinnen* haben überlegt, was Solidarität für sie bedeutet – als Frau* und als Person mit Flucht- und Migrationsgeschichte. Wo haben sie Solidarität erfahren und wo das Gegenteil davon? Welche Rolle spielt Solidarität für die Arbeit als Brückenbauerin* im MUT-Projekt oder als Aktivistin* in einer Migrantinnen*selbstorganisation?

3. Migrantinnen*selbstorganisationen stärken – Bedarfe & Perspektiven

Es ging in diesem Workshop darum, wie die Frauen* aus den DaMigra-Mitgliedsorganisationen, die sich teilweise auch als Brückenbauerinnen* im MUT-Projekt engagieren, gestärkt werden können. So wurde beispielsweise die Möglichkeit von Weiterbildungen für die Brückenbauerinnen* diskutiert.

Während der Runden im Plenum, in den Workshops und auch in den Pausen kam es zu angeregten Gesprächen unter den Teilnehmerinnen*. Das DaMigra-Team dankt allen Frauen*, welche die Regionaldialoge besucht, mitdiskutiert und so zum Erfolg der Konferenzen beigetragen haben.

 

Regionaldialog Ost, Halle, 02. Juni 2018

Regionaldialog West, Frankfurt a.M., 09. Juni 2018

Regionaldialog Nord, Berlin, 23. Juni 2018

Regionaldialog Süd, München, 07. Juli 2018

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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