21. November 2019

Einladung zum Pressegespräch: Cybergewalt gegen Migrantinnen* und geflüchtete Frauen* #MyDigitalWomenRights und die Istanbul-Konvention

Hass im Netz hat eine Geschlechterdimension, das wird immer offensichtlicher. Gewalt gegen Frauen* ist ein gesellschaftspolitisches Problem, aber sie wird als Privatsache betrachtet. Hate Speech trifft gezielt Frauen*, die sich feministisch und machtkritisch äußern. Frauen* mit Migrationsgeschichte trifft zudem rassistische Cybergewalt. DaMigra fordert: Ein antisexistisches und antirassistisches Internet für Alle.

Gewalt gegen Frauen* ist keine Privatsache, sie ist immer ein Verbrechen. Wie setzt sich DaMigra gegen Cybergewalt an geflüchteten Frauen* ein?

Welche straf – und zivilrechtlichen Handlungsmöglichkeiten bestehen für Betroffene von Cybergewalt?

Welche Formen der Cybergewalt richten sich gegen migrierte und geflüchtete Frauen?*

Diese Fragen stehen am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt der Pressekonferenz mit:

Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin DaMigra

Dr. Anne-Katrin Wolf, Rechtsanwältin und Mitglied Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes, djb

Jasna Strick, Autorin, Feministin und Cybergewaltbetroffene

 

Wann: Am Montag, den 25. November 2019, 11:30 Uhr

Wo: Mercure Hotel Berlin Tempelhof, Hermannstraße 214-216, 12049 Berlin

 

Vor Ort besteht die Möglichkeit zu Interviews mit den oben benannten Personen.

Wir freuen uns, Sie oder ein Mitglied Ihrer Redaktion bei diesem Termin begrüßen zu dürfen.

 

 

 

Pressekontakt:

Michiyo Fried, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit DaMigra

Mail: presse@damigra.de

Phone: +49 159 0615 749 3 oder 030-28501336

 

Presseeinladung hier downloaden   Programm hier downloaden  

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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