14. Februar 2018

Flashmob gegen Gewalt an Frauen*

Flashmob gegen Gewalt an Frauen*

Jährlich rufen Frauen*organisationen zum 14. Februar dazu auf, unter dem Motto One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen* zu demonstrieren. Denn jede 3. Frau* weltweit war bereits Opfer von Gewalt. Das bedeutet: eine Milliarde Frauen* sind davon betroffen. In diesem Jahr war DaMigra unter anderem bei One Billion Rising in Köln dabei. 300 Frauen*, darunter viele Migrantinnen* und Geflüchtete*, trafen sich am Wiener Platz in Mülheim, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Mülheim ist der größte Bezirk und Stadtteil Kölns und als sogenannter „sozialer Brennpunkt“ bekannt. Unter den Anwohner*innen sind viele Frauen* und Jugendliche, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder Erwerbslose. In früheren Jahren fand One Billion Rising in der Kölner Innenstadt statt. Doch: Dorthin trauen sich viele Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte nicht und bewegen sich dort auch nicht im Alltag. Mülheim hingegen ist ihnen vertraut, dort fühlen sie sich sicher. Umso bunter und lauter war der Protest deshalb in diesem Jahr auch.

Migrantinnen* und geflüchtete Frauen* forderten bei der Aktion zusammen mit DaMigra ein „Nein zu Gewalt an Frauen* und Mädchen*“. Sie hielten Plakate hoch, die zu „Respekt, Wertschätzung & Gerechtigkeit in weltweiter Solidarität“ und „Gleichberechtigter politischer Teilhabe für Migrantinnen*“ aufriefen.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Dagmar Dahmen, unterstützte die Aktion und machte sich stark dafür, dass One Billion Rising in Zukunft von der Verwaltung unterstützt wird. Es gebe noch viel zu tun und sie wünsche sich, dass One Billion Rising bald unnötig werde. Denn das würde bedeuten, dass Gewalt gegen Frauen* endlich Geschichte ist.

Fotos: Pelin Sener

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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