19. Juni 2018

Geflüchtet, aber nicht machtlos!

Zum internationalen Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2018 fordert DaMigra e.V. die gleichberechtigte Teilhabe und die Einhaltung der Menschen- und Grundrechte für geflüchtete Frauen* in Deutschland. Hierzu finden regionale Veranstaltungen in mehreren Bundesländern statt.

„Die Voraussetzung für eine moderne, solidarische und offene Einwanderungsgesellschaft ist die Einhaltung der Menschenrechte für alle, immer und ausnahmslos“, sagt Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V.

Seit 2001 setzt der jährliche Weltflüchtlingstag des UNHCR am 20. Juni ein Zeichen für bessere Lebensbedingungen geflüchteter* Menschen. In Anbetracht aktueller Entwicklungen möchten wir, DaMigra e. V., zum Weltflüchtlingstag 2018 unsere Forderungen bekräftigen.

Familie für alle!

Von der Aussetzung und kürzlich beschlossenen Begrenzung des Familiennachzugs für Menschen mit subsidiärem Schutzstatus sind Frauen* und Kinder in besonderem Maße betroffen: Sie müssen in Krisen- und Konfliktgebieten zurückbleiben, in denen sie tagtäglich Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt sind. Der in den Grundrechten zugesicherte besondere Schutz der Familie (Art. 6 GG) muss jedoch für alle gelten.

Dezentrale Unterbringung anstelle von Ankerzentren!

In Gemeinschaftsunterkünften werden geflüchtete Frauen* stigmatisiert und sind nicht ausreichend vor sexuellen Übergriffen geschützt. Wir befürchten, dass die geplanten Ankerzentren die Situation geflüchteter Frauen* verschärfen. Zudem ist zu erwarten, dass in den Ankerzentren nur unzureichende Beratungsstrukturen für Geflüchtete vorhanden sind, sodass ein unabhängiger Rechtsbeistand nicht möglich ist. Deshalb fordern wir die Unterbringung geflüchteter Frauen* und ihrer Kinder in Wohnungen und Wohngemeinschaften.

Gleichberechtigte Teilhabe von Anfang an!

Eine wesentliche Voraussetzung für die gleichberechtigte kulturelle, soziale und politische Teilhabe von geflüchteten Frauen* ist ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt. Gerade hier sind sie jedoch häufig von Mehrfachdiskriminierung betroffen und werden in bestimmte Ausbildungsverhältnisse und Berufsfelder gedrängt. Dies widerspricht Art. 12 des deutschen Grundgesetzes. Wir fordern die gleichberechtigte Teilhabe geflüchteter Frauen* in allen Lebensbereichen.

Konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention!

Bei der Ratifizierung der am 1. Februar 2018 in Kraft getretenen Europaratskonvention gegen Gewalt an Frauen* (Istanbul-Konvention) hat die Bundesregierung zwei Vorbehalte eingelegt. Diese betreffen aufenthaltsrechtliche Regelungen und schränken die Rechte von gewaltbetroffenen Migrantinnen* oder geflüchteten Frauen* ein. Wir fordern die Bundesregierung auf, die eingelegten Vorbehalte zurückzunehmen, sodass Gewaltschutz für alle Frauen* immer und überall gilt.

Pressemitteilung zum Weltflüchtlingstag_2018

STÄRKEN
16. Juli 2019

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir die Ziele und Maßnahmen der Istanbul-Konvention.

Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

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MUT-MACHERINNEN*
14. Juni 2019

In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius mit Aktiven über ihre Erfahrungen in den letzten Jahren. Selbstorganisierte Flüchtlingsproteste, so wird deutlich, machen nicht nur auf die prekäre Situation von Geflüchteten aufmerksam, sondern verweisen auf grundlegende Probleme von Demokratie und Grenzen sozialer Teilhabe. Mit dabei: MUT-Projekt Hamburg.

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MUT-MACHERINNEN*
4. Juni 2019

Im Rahmen des MUT-Macherinnen* Projektes habt Ihr/ haben Sie die Möglichkeit Mikroprojekte bei DaMigra zu beantragen. Mit unserer Förderung möchten wir die Teilhabe …

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MUT-MACHERINNEN*
München, 18. Juli 2019

Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Die Gruppe wird von Frau Irmi Jaud (Dipl. Sozialpädagogin (FH) bei pro familia, Schwangeren- und Familienberatung) geleitet. Offen für die gesamte Familie!

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MUT-MACHERINNEN*
Nürnberg, 19. Juli 2019

Wir qualifizieren Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu Elternlotsinnen* mit der Zielsetzung Eltern und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten.

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MUT-MACHERINNEN*
Bamberg, 21. Juli 2019

Das Projekt „Wie schön, dass es uns gibt“ setzt den Fokus auf den Alltag einer Frau*. Es besteht die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum über den Alltag auszutauschen und bei Bedarf auf Wunsch auch Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Zu den Treffen sind alle Frauen* eingeladen. In Gesprächen "von Frau* zu Frau*" sollen Ideen und Vorstellungen in Bezug auf das eigene Leben erweitert und Alltagsroutinen durchbrochen werden.

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