23. November 2018

Mehr als Eifersucht und Ehre – Frauen*morde als globales Phänomen?

(english version below)

Datum: 22. November 2018, 17.30 Uhr – 20.00 Uhr
(mit anschließendem informellen Austausch)
Ort: Jugendherberge Köln-Riehl, Raum: Peking, An der Schanz 14, 50735 Köln

Immer wieder wird das Phänomen Frauen*mord (Feminizid) in der öffentlichen Debatte und durch die mediale Berichterstattung auf nicht-(west)europäische Gesellschaften und auf Personen mit Flucht- und Migrationsgeschichte projiziert. Dies führt letztlich auch dazu, dass die Verbrechen von weißen, herkunftsdeutschen Tätern* unsichtbar gemacht werden. Rassistische Zuschreibungen sind also virulenter Bestandteil der Debatte, während es gleichzeitig zu einer Entpolitisierung von Frauen*morden kommt: Kaum thematisiert werden die gesamtgesellschaftlichen, patriarchalen Machtverhältnisse, in denen die Morde verübt werden.

Dieser Umgang mit dem Thema wirft dringende Fragen auf:
Sind Frauen*morde nicht vielmehr ein globales Phänomen? Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen in Bezug auf Frauen*morde? Wie setzen sich Frauen* in unterschiedlichen Ländern für den Kampf gegen diese Strukturen ein?

 

Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen* (25. November), lud der Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) in Kooperation mit dem Bundesverband der Migrantinnen zur Veranstaltung „Mehr als Eifersucht und Ehre – Frauen*morde als globales Phänomen?“ ein. Drei Referentinnen* kame miteinander ins Gespräch und brachten ihre jeweilige Expertise zu Feminiziden in der Türkei, in Mexiko und in Deutschland ein. Anschließend gabe es eine offene Diskussionsrunde.


Referentinnen*:

Dr. Nil Mutluer (Soziologin, Humboldt-Universität zu Berlin) als Referentin zu Feminiziden in der Türkei

Paulina Trejo Méndez (Sozialwissenschaftlerin und feministische Künstlerin) als Referentin zu Feminiziden in Mexiko

Marlene Pardeller (Mitglied der Initiative #keinemehr und Filmschaffende) als Referentin zu Feminiziden in Deutschland

Moderation: Çiler Fırtına

Einladungsflyer (deutsche Version)

 

 

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More than Jealousy and Honour – Femicides as a Global Phenomenon?

 

Date: 22nd November 2018
Time: 5:30 pm – 8:00 pm
(possibility of informal gathering at the end)
Location: Jugendherberge Köln-Riehl, Room: Peking, An der Schanz 14, 50735 Köln

Time and again, the phenomenon of femicide is being projected on non- (West) European societies as well as on refugees and persons with migration background by media reports and in public debate. This eventually leads to the invisibility of the crimes committed by white, ethnic German perpetrators. Imputation due to racism is thus a virulent part of the debate, while at the same time a depoliticisation of femicide is taking place: patriarchal power relations that constitute the context in which the murders are being perpetrated are barely addressed.

This approach to the topic raises urgent questions:

Aren´t femicides in fact a global phenomenon? What roles do patriarchal structures play in relation to femicide? How do women in different countries fight against these structures?

On the occasion of the International Day for the Elimination of Violence against Women (25th November), Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) in cooperation with Bundesverband der Migrantinnen extended an invitation to the event “More than Jealousy and Honour – Femicide as a Global Phenomenon?”. Three speakers discussed and contributed their respective expertise on femicide in Turkey, Mexico and Germany. Afterwards the participants took part in an open discussion round.

Speakers:

Dr. Nil Mutluer (sociologist, Humboldt-Universität zu Berlin) as speaker on femicide in Turkey

Paulina Trejo Méndez (social scientist and feminist artist) as speaker on femicide in Mexico

Marlene Pardeller (member of the initiative #keinemehr and filmmaker) as speaker on femicide in Germany

Moderation: Çiler Fırtına

Invitation flyer (english version)

STÄRKEN
16. Juli 2019

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir die Ziele und Maßnahmen der Istanbul-Konvention.

Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

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14. Juni 2019

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4. Juni 2019

Im Rahmen des MUT-Macherinnen* Projektes habt Ihr/ haben Sie die Möglichkeit Mikroprojekte bei DaMigra zu beantragen. Mit unserer Förderung möchten wir die Teilhabe …

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MUT-MACHERINNEN*
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MUT-MACHERINNEN*
Nürnberg, 19. Juli 2019

Wir qualifizieren Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu Elternlotsinnen* mit der Zielsetzung Eltern und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten.

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MUT-MACHERINNEN*
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Das Projekt „Wie schön, dass es uns gibt“ setzt den Fokus auf den Alltag einer Frau*. Es besteht die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum über den Alltag auszutauschen und bei Bedarf auf Wunsch auch Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Zu den Treffen sind alle Frauen* eingeladen. In Gesprächen "von Frau* zu Frau*" sollen Ideen und Vorstellungen in Bezug auf das eigene Leben erweitert und Alltagsroutinen durchbrochen werden.

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