7. März 2017

Migrantinnen*rechte sind Menschenrechte! Mit MUT gegen Sexismus und Rassismus.

Ein deutliches Zeichen gegen Sexismus und Rassismus setzt der Dachverband der Migrantinnen*organisationen in Deutschland (DaMigra e.V.) und nimmt dafür den Internationalen Frauen*tag am 8. März zum Anlass. Diesen Tag nutzt DaMigra e.V. als Auftakt für eine bundesweite Initiative, die bis zum 21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus – vielfältige Aktionen gegen Sexismus und Rassismus umfasst. Als Vehikel dafür dient das von DaMigra e.V. initiierte und von der Bundesregierung unterstützte Projekt „MUT“, über das Migrantinnen* an mittlerweile 10 etablierten Standorten in Deutschland Teilhabe und sich eigenen Raum nehmen.

„Mit den Aktionswochen vom 8. bis zum 21. März 2017 möchten wir insbesondere Migrantinnen* Mut machen, gegen Rassismus und jegliche Form von Gewalt an Frauen* aufzustehen. Aber natürlich sind im Grunde alle Menschen dazu aufgerufen, denn Migrantinnen*rechte sind Menschenrechte,“ so Dr. Delal Atmaca, Vorstandssprecherin von DaMigra e.V.–Angesichts der zunehmenden rechts-­populistischen Stimmung in der Bundesrepublik, der Verschärfungen der Asyl-­ und Aufenthaltsgesetzgebung und der Gefahr einer Instrumentalisierung des Umgangs mit Geflüchteten im anstehenden Bundestagswahlkampf sei ein deutliches Zeichen aktuell gerade in Deutschland besonders angebracht, erläutert Atmaca.

Unter dem Motto: „Migrantinnen*rechte sind unantastbar–selbstbestimmte Räume für uns jetzt!“ möchte DaMigra e.V. verdeutlichen, dass Politik und Mehrheitsgesellschaft endlich damit aufhören müssen, Frauen* mit Migrations-und Fluchtgeschichte zu bevormunden, sie als schwächstes Glied in der Gesellschaft zu stigmatisieren oder zu ignorieren. „Wir sind stark und zielstrebig und zeigen das auch selbstbewusst“, so Atmaca weiter.

DaMigra e.V. ruft Frauen* mit Migrations-­und Fluchtgeschichte, die oft viele Diskriminierungsformen und Ausschlüsse gleichzeitig erleben, dazu auf, sich an den bundesweiten Veranstaltungen zu beteiligen. Atmaca weiter: „Wir möchten Frauen MUT machen, sich unabhängig von ihrer Herkunft zu solidarisieren, gemeinsam ihre Interessen zu artikulieren und durchzusetzen. Wenn möglichst viele dieser Frauen* dann selbst zu‚ Mutmacherinnen* und Brückenbauerinnen*‘ werden und Angebote für geflüchtete Frauen* entwickeln, dann ist das Ziel unseres MUT-­Projektes erreicht.“

Pressemitteilung_Migrantinnenmaerz  

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

weiterlesen

20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

weiterlesen

19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

weiterlesen

Keine Veranstaltungen