25. Januar 2017

DaMigra setzt sich für den Schutz vor sexueller Gewalt gegen Frauen* ein. Immer. Überall. Ausnahmslos.

Es ist ein grausames Verbrechen. Eine Studentin wurde über eine Stunde lang sexuell misshandelt und bestialisch gequält. Sie starb an den schweren Verletzungen. Ihr Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung und Mord.
Bei diesem Verbrechen handelt es sich nicht um das Verbrechen von Freiburg, über das ganz Deutschland heftig diskutierte. Der geschilderte Fall ereignete sich in Dessau. Dort hat, so die Anklage, ein junges herkunftsdeutsches Paar eine chinesische Studentin unter Vortäuschung eines Notfalls in die Wohnung gelockt, um sich an ihr zu vergehen.

Über diesen Sexualmord, das Landgericht in Dessau ist immer noch mit dem Fall beschäftigt, wird im Regionalfernsehen berichtet, Anlass für bundesweite Debatten in Talkshows ist er nicht, Antrieb für Gesetzesverschärfungen auch nicht. Es wurde nicht öffentlich darüber spekuliert, ob bestimmte Gruppen besonders kriminell seien. Niemand hat sich gefragt, ob hinter der Gewalt gegen die immigrierte Studentin ein rassistisches Motiv stecken könnte. Im Gegenteil: Einige Verantwortungsträger*innen in Dessau waren bemüht, mutmaßlich aufgrund von persönlichen Verstrickungen, den Fall medial kleinzuhalten.

Es ist aber ein schwerwiegender Fehler Fälle zu verschleiern, in denen Frauen* mit Migrations-oder Fluchtgeschichte Opfer von sexistischen oder rassistischen Übergriffen werden. Für ein friedvolles Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft ist äußerst wichtig, Frauen* mit Migrations-oder Fluchtgeschichte im gleichen Maße wie herkunftsdeutsche Frauen* zu schützen und Gewaltverbrechen aufzuklären. Die Demokratie ist nicht dann wehrhaft, wenn sie alleine öffentlichkeitswirksam gegen Täter vorgeht, die als Geflüchtete* in unserem Land leben, sondern nur dann, wenn sich die Wehrhaftigkeit immer, überall und ausnahmslos gegen alle Verbrecher*, unabhängig ihrer Herkünfte, richtet.

„Es geht darum, Frauen* vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Das wird nicht gelingen, indem wir versuchen, Sexismus mit Rassismus zu bekämpfen, und die Gesellschaft weiter spalten. Gewalt an Frauen* betrifft uns alle, nämlich die gesamte Gesellschaft. Sie betrifft Frauen* und Kinder* ebenso wie Männer*, unabhängig ihrer Herkünfte-wir alle sind betroffen und beschämt angesichts der Gewalt gegen Frauen*. Das Problem bekämpfen wir in Deutschland seit Jahrzehnten, lange bevor zahlreiche Geflüchtete zu uns kamen. Die Frauenhäuser in
Deutschland sind seit jeher überfüllt mit herkunftsdeutschen Frauen*. Sexualisierte Gewalt ist kein ethnisches Problem, sondern ein Problem, von Gewaltverbrechern“, so Dr. Delal Atmaca, Vorstandsprecherin von DaMigra e. V.

Pressemitteilung_Schutz_vor_sexueller_Gewalt  

29. Oktober 2019

Ab 2020 sollen im Programm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ statt der bisherigen 400 Modellprojekte nur noch 100 gefördert werden. Neben der Vielzahl an anerkannten Trägern, die nun vor Existenzfragen stehen, bedeutet dies vor allem auch den Kompetenzabbau für das Themenfeld Antifeminismus, Sexismus und Gleichstellungsfeindschaft, die für eine nachhaltige Analyse und Bekämpfung von Rechtsextremismus unerlässlich ist.

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18. Oktober 2019

Mit der Istanbul-Konvention (IK) ist ein Meilenstein in der Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung der Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* im europäischen Raum erreicht. …

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18. Oktober 2019

Breites Bündnis fordert mehr Geld für Demokratieprogramm Die Kritik an der Bundesregierung und ihrem Demokratieförderprogramm wächst. Rund 120 Organisationen der Zivilgesellschaft sowie rund 120 Unterstützer*innen …

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MUT-MACHERINNEN*
Nürnberg, 14. November 2019

Wir qualifizieren Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu Elternlotsinnen* mit der Zielsetzung Eltern und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten.

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MUT-MACHERINNEN*
Düsseldorf, 15. November 2019

Frauen* mit Fluchtgeschichte kommen zusammen, um im geschützten Raum über Themen zu sprechen, die ...

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MUT-MACHERINNEN*
Frankfurt am Main, 16. November 2019

Kino und Workshop für Toleranz: Während der Frankfurter Interkulturellen Woche veranstalten das DFF und DaMigra e.V. am UNESCO Tag für Toleranz eine Filmvorführung mit Workshop zum Thema. Über fünf Jahre begleitet die Regisseurin Naziha Arebi ein Team von Frauen, die nicht aufgeben, ihre sportlichen Träume zu verfolgen – allen politischen Widerständen zum Trotz. Durch die Augen der Protagonistinnen erleben die Kinobesucher/innen den Arabischen Frühling und den Beginn des Bürgerkrieges in Libyen. FREEDOM FIELDS ist eine Hommage an starke Frauen, die ihre Freiheit so lieben wie das gemeinsame Fußballspielen.

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