18. Februar 2018

Null Toleranz für Genitalverstümmelung

Weibliche Beschneidung ist nicht nur ein Problem ferner Länder, sondern auch in Europa werden Mädchen* ohne medizinische Indikation beschnitten. Die Zahl der betroffenen Mädchen* sei sogar gestiegen.

Unsere Vorstandsbeisitzerin und Vorsitzende von FORWARD Germany – Foundation for Women’s Health Research and Development – Dr. Pierrette Herzberger-Fofana engagiert sich vielfältig auf lokaler, nationaler als auch internationaler Ebene um die Aufklärung und Bekämpfung von genitaler Verstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM). Dazu hat sie im Februar 2016 einen Artikel veröffentlicht der an Aktualität nichts verloren hat. Hier ein paar Auszüge davon:

„Gemeinsam mobilisieren wir uns, um die Abschaffung der Genitalverstümmelung bis 2030 zu erreichen.“

Dies schlug die UNO am 6.Februar 2016 im Einklang mit dem Inter-Afrikanischen Komitee (IAC/CI-AF) vor.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele Migrantinnen aus den Sub-Sahara Ländern Afrikas halten dennoch an den heimatlichen Riten einer Genitalverstümmelung (FGM) fest. Die Zuwanderung von Mädchen und Frauen aus den Hochburgen der FGM wie Somalia, Äthiopien und Eritrea zeigt die Brisanz dieser Thematik in Deutschland.

“Die Flüchtlingspolitik wird nicht unter dem Aspekt „Gender“ behandelt und die speziellen Probleme, die geflüchtete Frauen betreffen, haben noch keine Resonanz gefunden.”

So Dr. Pierrette Herzberger-Fofana am Aktionstag der UNO – Null Toleranz gegenüber weiblicher Beschneidung oder Genitalverstümmelung.

In Deutschland ist die FGM seit Juni 2013 strafbar und efüllt den Straftatbestand der schweren Körperverletzung. Aus der Geschichte haben wir jedoch gelernt, dass die Verabschiedung eines Gesetzes nicht zwangsläufig eine Mentalitätsveränderung bedeutet. Aber das Gesetz erleichtert die Arbeit der engagierten Aktivistinnen, des medizinischen Personals und der PraktikerInnen. Es ermutigt auch die überzeugten Eltern auf den Brauch zu verzichten.

Mit Optimismus blicken wir in die Zukunft: die Eröffnung zweier Rekonstruktionsabteilungen für die weiblichen Organe in Kliniken in Aachen und Berlin wird dazu beitragen, daß betroffene Frauen ihre Weiblichkeit zurückerobern werden. Seit 2014 können sogar die Fachärzte ihre Leistung für Kassenpatienten bei den jeweiligen Krankenkassen abrechnen.

DaMigra und FORWARD-Germany unterstützen alle Menschen auf der ganzen Welt, die mit Respekt vor anderen Kulturen zur Abschaffung der FGM beitragen. Denn wir kämpfen nicht gegen die Tradition, sondern für das Ende eines Gewaltakts, der gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf das Leben vieler Frauen hat.

Null Toleranz für Genitalverstümmelung

STÄRKEN
16. Juli 2019

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir die Ziele und Maßnahmen der Istanbul-Konvention.

Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

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MUT-MACHERINNEN*
14. Juni 2019

In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius mit Aktiven über ihre Erfahrungen in den letzten Jahren. Selbstorganisierte Flüchtlingsproteste, so wird deutlich, machen nicht nur auf die prekäre Situation von Geflüchteten aufmerksam, sondern verweisen auf grundlegende Probleme von Demokratie und Grenzen sozialer Teilhabe. Mit dabei: MUT-Projekt Hamburg.

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MUT-MACHERINNEN*
4. Juni 2019

Im Rahmen des MUT-Macherinnen* Projektes habt Ihr/ haben Sie die Möglichkeit Mikroprojekte bei DaMigra zu beantragen. Mit unserer Förderung möchten wir die Teilhabe …

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MUT-MACHERINNEN*
München, 18. Juli 2019

Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Die Gruppe wird von Frau Irmi Jaud (Dipl. Sozialpädagogin (FH) bei pro familia, Schwangeren- und Familienberatung) geleitet. Offen für die gesamte Familie!

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MUT-MACHERINNEN*
Nürnberg, 19. Juli 2019

Wir qualifizieren Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu Elternlotsinnen* mit der Zielsetzung Eltern und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten.

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MUT-MACHERINNEN*
Bamberg, 21. Juli 2019

Das Projekt „Wie schön, dass es uns gibt“ setzt den Fokus auf den Alltag einer Frau*. Es besteht die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum über den Alltag auszutauschen und bei Bedarf auf Wunsch auch Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Zu den Treffen sind alle Frauen* eingeladen. In Gesprächen "von Frau* zu Frau*" sollen Ideen und Vorstellungen in Bezug auf das eigene Leben erweitert und Alltagsroutinen durchbrochen werden.

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