19. Juni 2017

Öffnet den Arbeitsmarkt für Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte

Anlässlich des Internationalen Tag der Geflüchteten am 20. Juni 2017 kritisiert der Dachverband der Migrantinnen*organisationen in Deutschland – DaMigra e. V. – die Diskriminierung von Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte auf dem Arbeitsmarkt und fordert effektive Antidiskriminierungsmaßnahmen.

Geflüchtete Frauen*, die in Deutschland Sicherheit suchen, haben häufig sehr schnell den Wunsch, sich einzubringen, teilzuhaben und setzen sich dementsprechend zwei Ziele: Im Austausch mit der Mehrheitsgesellschaft die Sprache zu erlernen und einen Arbeitsplatz zu finden. Allerdings fehlen nach wie vor Beratungs-und Empowermentangebote sowie effektive Antidiskriminierungsmaßnahmen. Darunter leiden Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte, umso mehr da sie auf dem Arbeitsmarkt Mehrfachdiskriminierungen – aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts und ihrer Sexualität – ausgesetzt sind.

„Wir müssen immer wieder feststellen, dass qualifizierte Arbeitszeugnisse von Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte nicht anerkannt werden. Das ist nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels ein Skandal. Bei DaMigra beraten wir Frauen*, die nachweislich als Programmiererinnen*, als Ingeneurinnen* oder Dozentinnen* arbeiten könnten. Nur werden sie bei den zuständigen Behörden und auf dem Arbeitsmarkt nicht ernst genommen, und stattdessen in den Niedrigsektor, in den Bereich der Care-Arbeit gedrängt. Solche Fälle sind keine Einzelfälle. Im Gegenteil: sie sind leider gängige Praxis“, erklärt Dr. Delal Atmaca, Vorstandsprecherin von DaMigra e. V.

Viele geflüchtete Frauen* haben kaum eine realistische Chance, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Ihre unklare Bleibeperspektive verschlimmert ihre Situation zusätzlich. Zahlreiche Studien belegen aber auch, dass Menschen mit Migrationsgeschichte, die in der Bundesrepublik geboren und aufgewachsen sind, auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden. Es ist hinlänglich bekannt, dass deutsche Namen bei Einladungen zum Bewerbungsgespräch deutlich bevorzugt werden. „Unbewusste Vorurteile“ nennt die Charta der Vielfalt das. „Eindeutige Diskriminierung“ nennt DaMigra dieses Unrecht.

„Wir sollten uns einig sein: Dass wir es uns nicht länger leisten können, auf wichtige Fachkräfte zu verzichten. Mehr noch sollten wir endlich damit anfangen, die diskriminierenden Strukturen in den Behörden, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft aufzubrechen, um die wertvollen Ressourcen von Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte für das Allgemeinwohl zu nutzen. Wir sind auf die Fähigkeiten dieser Frauen* angewiesen“, so Atmaca.

DaMigra hat sich mit anderen Organisationen und Institutionen zusammengeschlossen, um anhand von Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl 2017 die Parteien nach ihren Angeboten an inklusiven und spezifischen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für geflüchtete Frauen* sowie Antidiskriminierungsmaßnahmen zu befragen.

Die Wahlprüfsteine  

18. September 2020

Unbezahlbar: Was sind uns Pflege und #Fürsorgearbeit wert? Eine spannende Podiumsdikussion mit interessanten Gäst*innen im Deutschen Hygiene Museum Dresden: Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin …

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15. September 2020

Geschlecht und Gewalt im digitalen Raum. Eine qualitative Analyse der Erscheinungsformen, Betroffenheiten und Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung intersektionaler Aspekte Expertise von Regina Frey   …

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1. September 2020

Bündnis Istanbul-Konvention Berlin, 1.9.2020 Die Bundesregierung veröffentlicht heute den GREVIO-Staatenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland. Auch über zwei Jahre nach Inkrafttreten der …

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#SELBSTBESTIMMT!
Frankfurt am Main, 26. September 2020

Die Corona-Krise hat bestehende gesellschaftliche Ungerechtigkeiten verstärkt und ein großer Teil der Auswirkungen ist nun sichtbar bzw. wird in den kommenden Monaten erst sichtbar werden. DaMigra hat im April – in der vom Corona-Lockdown bestimmten Phase – Mitgliedsorganisationen und Teilnehmerinnen* telefonisch befragt. Die Ergebnisse der kurzen Umfrage zeigen uns, dass die Herausforderungen, Hürden und Bedürfnisse der Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte unterschiedliche Themenbereiche umfassen. Dies ist nur eine erste Bestandsaufnahme – und der Anlass für die Regionaldialoge von DaMigra in diesem Jahr.

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MUT-MACHERINNEN*
Berlin, 26. September 2020

DaMigra e.V. lädt im Rahmen des MUT-Macherinnen*-Projektes herzlich zum wöchentlichen Workshop „Selbstverteidigung“ ein! Datum: ...

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MUT-MACHERINNEN*
Berlin, 27. September 2020

DaMigra e.V. lädt im Rahmen des MUT-Macherinnen*-Projektes herzlich zu den Theaterworkshops „Ich entscheide mich: ...

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