10. Oktober 2017

Geschützte Wohnungen für geflüchtete Frauen* und Kinder

No Lager for Women! Abolish all Lagers! Geflüchtete Frauen* und Kinder haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. In Geflüchtetenunterkünften sind sie aber tagtäglich sexuellen und rassistischen Übergriffen ausgesetzt. Daher fordert DaMigra von der Bundesregierung im nächsten Koalitionsvertrag festzuhalten, dass geflüchtete Frauen* und ihre Kinder zukünftig ausschließlich in Wohnungen untergebracht werden. Es gilt, alle Frauen* gleichermaßen zu schützen. Immer. Überall. Ausnahmslos.

Frauen* erleiden, ohne dass die Öffentlichkeit davon Notiz nimmt, hier in der Bundesrepublik in Geflüchtetenunterkünften tagtäglich desolate Lebensbedingungen, Bedrohungen, Erniedrigungen und tätliche Übergriffe – bis hin zu Mordanschläge. Laut einer Studie der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité leiden rund 50 Prozent der Frauen*, die in Geflüchtetenunterkünften leben müssen, an Angstzuständen und „stark ausgeprägter Traurigkeit“. Fünf Prozent der befragten Frauen* berichten von starken Selbstmordgedanken.

Dass die betroffenen Frauen* kaum rechtsstaatliche oder öffentlichkeitswirksame Gegenmaßnahmen erleben, sei ein Skandal, so Dr. Delal Atmaca, Vorstandssprecherin von DaMigra. „In unseren Gesprächen mit geflüchteten Frauen* bringen sie immer stärker ihren Zweifel zum Ausdruck, dass ihre Rechte als (geflüchtete) Frau* vom Rechtsstaat der Bundesrepublik verteidigt werden. Die persönliche Lebenssituation vieler dieser Frauen* hat sich nach der Flucht vor Krieg und Elend im Aufnahmeland nicht maßgeblich geändert. Beispielsweise sind Rechtsverstöße des Personals in den Geflüchtetenunterkünften alarmierend. Einige Frauen* sprechen gar von einem rechtsfreien Raum – auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland“, so Atmaca weiter.

Für die Wahrung des Menschenrechts auf physische und psychische Unversehrtheit fordert DaMigra folgende Punkte im nächsten Koalitionsvertrag festzuhalten:

  • Unterbringung von geflüchteten Frauen* und Kindern ausschließlich in geschützten Räumen (Wohnungen)
  • Antidiskriminierungsmaßen in Politik, Medien und Gesellschaft merklich erhöhen: Sensibilisierung für Mehrfachdiskriminierungen (Intersektionalität. Empowerment-Maßnahmen)
  • Migrantinnen*- und Geflüchtetenorganisationen durch Strukturförderung stärken

„Diese Forderungen“, so Atmaca weiter, „stammen von den geflüchteten Frauen* selbst. Aktivistinnen* und Selbstorganisationen wie Women in Exile setzen sich seit mehr als einem Jahrzehnt für die Forderung ‚No Lager for Women! Abolish all Lagers‘ ein. Es ist höchste Zeit, dass diese Forderung in einem Koalitionsvertrag festgehalten wird.“

Gleichberechtigung fördern

STÄRKEN
16. Juli 2019

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir die Ziele und Maßnahmen der Istanbul-Konvention.

Die Konferenz stellt dabei die Perspektiven, Anliegen und Bedarfe von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt.

weiterlesen

MUT-MACHERINNEN*
14. Juni 2019

In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius mit Aktiven über ihre Erfahrungen in den letzten Jahren. Selbstorganisierte Flüchtlingsproteste, so wird deutlich, machen nicht nur auf die prekäre Situation von Geflüchteten aufmerksam, sondern verweisen auf grundlegende Probleme von Demokratie und Grenzen sozialer Teilhabe. Mit dabei: MUT-Projekt Hamburg.

weiterlesen

MUT-MACHERINNEN*
4. Juni 2019

Im Rahmen des MUT-Macherinnen* Projektes habt Ihr/ haben Sie die Möglichkeit Mikroprojekte bei DaMigra zu beantragen. Mit unserer Förderung möchten wir die Teilhabe …

weiterlesen

MUT-MACHERINNEN*
München, 18. Juli 2019

Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Die Gruppe wird von Frau Irmi Jaud (Dipl. Sozialpädagogin (FH) bei pro familia, Schwangeren- und Familienberatung) geleitet. Offen für die gesamte Familie!

weiterlesen

MUT-MACHERINNEN*
Nürnberg, 19. Juli 2019

Wir qualifizieren Frauen* mit Migrations- oder Fluchtgeschichte zu Elternlotsinnen* mit der Zielsetzung Eltern und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten.

weiterlesen

MUT-MACHERINNEN*
Bamberg, 21. Juli 2019

Das Projekt „Wie schön, dass es uns gibt“ setzt den Fokus auf den Alltag einer Frau*. Es besteht die Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum über den Alltag auszutauschen und bei Bedarf auf Wunsch auch Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Zu den Treffen sind alle Frauen* eingeladen. In Gesprächen "von Frau* zu Frau*" sollen Ideen und Vorstellungen in Bezug auf das eigene Leben erweitert und Alltagsroutinen durchbrochen werden.

weiterlesen