21. Januar 2019

Projektstart: MUT-MACHERINNEN*

Im Jahr 2019 startet DaMigra e.V. das Projekt „MUT- MACHERINNEN*“, das geflüchteten Frauen* das Ankommen in Deutschland erleichtern und ihnen mehr aktive Teilhabemöglichkeiten schaffen soll.

Mit dem Projekt unterstützt DaMigra mutige Frauen*, die Ihr Leben selbst in die Hand nehmen, die als „Macherinnen*“ aktiv in diesem Land leben, lernen und arbeiten wollen. Durch verschiedene Veranstaltungsformate will das „MUT- MACHERINNEN*“ diesen Willen der Frauen* fördern und sie dabei unterstützen, sich ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland aufzubauen.

Die Ziele des Projekts: 

  • Geflüchtete Frauen* in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen und stärken
  • Empowerment von geflüchteten Frauen* sowie Aufklärungsarbeit über Frauen*- und Menschenrechte
  • Gleichberechtigung der Geschlechter – Sensibilisierung und Aufklärung von (auch) geflüchteten Männern bezüglich der Gleichstellung der Frau* in der Familie, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Stärkung der gesellschaftlichen Vielfalt und Akzeptanz, um präventiv sowie aktiv gegen Vorurteile anzugehen und so ein friedliches Zusammenleben vor Ort zu fördern
  • Professionalisierung des Ehrenamts zur Projektnachhaltigkeit

Durch das vorangegangene Projekt „Migrantinnen* als Mutmacherinnen* und Brückenbauerinnen“ (kurz: „MUT“) konnte DaMigra in den Jahren 2016 bis 2018 über 40.000 Teilnehmerinnen* erreichen. Die allermeisten von ihnen waren neuzugewanderte geflüchtete Frauen*. Inzwischen wollen viele dieser Frauen*, die wir erreichen konnten, endlich loslegen und in diesem Land ankommen. Mit dem Projekt „MUT-MACHERINNEN*“ möchten wir sie tatkräftig auf diesem Weg begleiten.

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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