12. Juli 2018

Social-Media-Aktion gestartet: #OhneUns

DaMigra e.V. und zahlreiche Unterstützer*innen fordern Social-Media-Nutzer*innen dazu auf, ein Zeichen zu setzen: Kein Rassismus im Namen von Frauen*rechten!

Von öffentlichen Debatten, wie sie im Anschluss an die Kölner Silvesternacht 2015/2016 stattgefunden haben, bis hin zu rechtsextremen Aufmärschen im vermeintlichen Gedenken an Frauen*morde: Immer wieder werden frauen*rechtliche Anliegen für rassistische Stimmungsmache missbraucht. Der weibliche Körper und dessen Sicherheit wird als rhetorisches Instrument zur Rechtfertigung rechter Politik benutzt. Dabei wird die Gewalt, die von weißen, herkunftsdeutschen Männern* ausgeht, unsichtbar gemacht. Der Kampf für Frauen*rechte wird instrumentalisiert, um rassistische Ressentiments zu verbreiten. Einige nutzen ihn, um das Recht auf Asyl zu untergraben. Dies betrifft alle Frauen*, egal welcher Herkunft.

Mit der Social-Media-Aktion #OhneUns rufen DaMigra e.V. und zahlreiche Unterstützer*innen Social-Media-Nutzer*innen dazu auf, sich mit einem Facebook-Beitrag oder Tweet gegen die rassistische Vereinnahmung frauen*rechtlicher Anliegen auszusprechen. Auf avaaz.org wollen wir zudem mit einem offenen Brief ein Zeichen gegen Rassismus im Namen von Frauen*rechten setzen. Zu den Unterstützer*innen der Kampagne gehören unter anderem die Politikerinnen* Gesine Agena (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Cornelia Möhring (Die Linke), die Medienberaterin Anne Wizorek, und No Hate Speech Movement Deutschland.

„Gewalt gegen Frauen* muss thematisiert und bekämpft werden – egal wer der Täter ist! Wir treten für einen antirassistischen Feminismus ein und fordern alle dazu auf, sich gegen rassistische Stimmungsmache im Namen von Frauen*rechten zu positionieren“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V.


#OhneUns

Für mehr Infos: www.damigra.de/themen/antirassistischer-feminismus/
Petition auf We Act!: weact.campact.de/petitions/rassismus-im-namen-der-frauen-rechte-ohneuns
Facebook: facebook.com/DaMigra
Twitter: twitter.com/damigraev

31. März 2020

Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Nationalitäten. Die rückständigen Kräfte, die seit Langem mehr Abschottung und Nationalismus fordern, nutzen sie jedoch für ihre populistischen Zwecke. Ihre Propaganda trifft auf eine politische Zeit, in der die Beschneidung von Grundrechten von einem großen Teil der Bevölkerung ohne Aufschrei hingenommen wird und „Zuhause bleiben“ zum gefeierten Wort der Stunde wird. Aber: Zuhause bleiben ist ein Privileg. Tausende von Menschen werden gezwungen, in Lagern zu leben, weil sie ihr Zuhause aufgrund von Krieg oder Verfolgung verloren haben. Andere müssen weiterhin in unterbezahlten und risikoreichen Bereichen schuften, um die Grundversorgung der Bevölkerung und der eigenen Familie zu ermöglichen.

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20. März 2020

„Die Maßnahmen der Politik zur Eindämmung von COVID-19 offenbaren einmal mehr, wie in unserer Gesellschaft mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „Während auf der einen Seite zu sozialer Distanzierung und eingeschränkter Mobilität aufgerufen wird, werden Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt und geflüchtete Menschen in Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Die Bundesregierung muss agieren, und endlich eine menschenwürdige dezentrale Unterbringung ermöglichen.“

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19. März 2020

Wir mit müssen mit denen solidarisch sein, die von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen sind. Das sind schwache, kranke und ältere Menschen und die Menschen, die zum Teil seit Jahren an den Außengrenzen in Erstaufnahmelagern unter unzumutbaren Bedingungen festsitzen. Diese Menschen sind oft durch die menschenunwürdigen Bedingungen ohnehin geschwächt. Diese Menschen können keinen Abstand untereinander halten, weil die Lager überfüllt sind. Diese Menschen können keine Hygienemaßnahmen für sich umsetzen, weil die Lager nicht ausreichend mit sanitären Anlagen ausgestattet sind. Diese Menschen haben wenige bis keine Informationen, wie sie sich schützen können. Für die von der Maßnahme betroffenen Menschen, darunter zahlreiche Frauen* und Kinder, ist die Aussetzung der humanitären Aufnahme katastrophal, die Folgen sind kaum absehbar. Wenn wir die Welt zu einer Festung machen und diese Menschen nicht mitnehmen, haben wir alle als Menschen versagt.

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