fb

ig
tw
2. Oktober 2020

Tag der Geflüchteten: Grenzüberschreitung – wer gewinnt?

Zum Nationalen Tag der Geflüchteten appelliert der Dachverband der Migrantinnen*organisationen (DaMigra e.V.) an die Einhaltung der Menschenrechte. Das Recht auf Asyl und der Zugang zu Schutz muss – insbesondere für besonders vulnerable Gruppen – gesichert sein. Das von der EU-Kommission neu erarbeitete „EU-Asylsystem“ leistet dazu keinen Beitrag, sondern lässt Abschiebungen durch die „Rückführungspatenschaften“ innerhalb der EU zu einem Gesellschaftsspiel werden.

Die Bilder des Feuers im größten Lager für Geflüchtete in Europa auf der griechischen Halbinsel Lesbos gingen um die Welt. Verzweiflung, Wut, Hunger, und Angst spiegeln sich darin. Humanitäre Hilfe scheint ein Fremdwort zu sein. Auch die Bundesregierung reagierte nur spärlich und sieht sich weder – so scheint es – in der Verantwortung Menschenleben am Mittelmeer zu schützen, noch wird auf die prekäre Situation geflüchteter Menschen in Deutschland aufmerksam gemacht. Ein Ping-Pong-Spiel westlicher Industriestaaten – der Festung Europa –, welches die Betroffenen, unter denen zahllose Frauen* und Kinder sind, in dieser inhumanen Lage lässt.

„Die Einhaltung der Menschenrechte insbesondere für geflüchtete Frauen* ist nicht erst seit dem zerstörerischen Feuer in Moria auf der griechischen Insel Lesbos bedroht. Auch hier in den Unterkünften erleiden geflüchtete Frauen* tagtäglich desolate Lebensbedingungen. Sie sind, ohne dass die Öffentlichkeit davon Notiz nimmt, Bedrohungen, Erniedrigungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt – bis hin zu Mordanschlägen.“ erklärt Lourdes Martínez, Vorstandssprecherin* von DaMigra.

„Dabei wollen sie nichts anderes als dem Kreislauf der Gewalt, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit zu entkommen“, unterstreicht Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e.V. „In Gemeinschaftsunterkünften werden geflüchtete Frauen* stigmatisiert und sind nicht ausreichend vor sexuellen Übergriffen geschützt. Das darf so nicht hingenommen werden. Wer zuschaut und schweigt, ist mitverantwortlich!“ so Atmaca weiter.

In der Verantwortung stehen also wir als Zivilgesellschaft. Immer wieder zu appellieren und nicht aufzuhören. In der Verantwortung stehen die, die Politik machen und Gesetze verabschieden. Für Alle da zu sein und Menschenrechte zu achten.

DaMigra e.V. (Dachverband der Migrantinnen*organisationen) ist die Interessenvertretung von Migrantinnen*selbstorganisationen und ihren Belangen. Mit bundesweit über 70 Mitgliedsorganisationen aus unterschiedlichen Herkunftsländern steht der Verband als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Medien zur Verfügung, bietet Handlungsempfehlungen und kritische Begleitung von migrationspolitischen Prozessen. DaMigra e.V. setzt sich für Chancengerechtigkeit, Gleichberechtigung und für die Gleichstellung von Frauen* mit Migrationsgeschichte in Deutschland ein.

Pressekontakt: Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Mail: nkwendja@damigra.de, Phone: 0159 061 574 95

 

hier downloaden.  

15. November 2021

Die Corona-Pandemie sensibilisiert Gesellschaft und Politik nun mittlerweile seit 1,5 Jahren für das Thema Gesundheit und Gesundheitsversorgung. Dass aber besonders Migrierte und Geflüchtete …

weiterlesen

20. Oktober 2021

Berlin, 22.10.2021. Die Gesundheit von vielen Migrantinnen und geflüchteten Frauen in Deutschland steht auf dem Spiel! DaMigra e. V., der Dachverband der Migrantinnenorganisationen …

weiterlesen

8. Oktober 2021

Zwei Jahre seit dem antisemitischen und rechtsradikalen Anschlag von Halle – wir stehen in Solidarität mit allen Betroffenen von rechter Gewalt, Rassismus und …

weiterlesen

WOMEN RAIS.ED
Online, 30. November 2021

Wir laden Euch herzlich zum Infocafé von DaMigras neuem Projekt women rais.ed – erkennen, ...

weiterlesen