Simone de Beauvoir meinte einst: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen nichts.“ Deshalb ist es so wichtig, dass Frauen* mit Migrations- und Fluchterfahrung ihre Stimme erheben – selbstbestimmen und mitbestimmen. Ihre Erfahrungen und Sichtweisen müssen zusammen mit der intersektionalen Perspektive in gesellschaftliche und politische Diskurse eingebracht werden – gerade wenn es um die Verschränkung von Sexismus und Rassismus geht. Mitgestaltung der Gesellschaft darf nicht von der sozialen Position oder dem sozialem Status abhängen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten und Gestaltungsräume. So kann das Engagement in Migrant*innenselbstorganisationen, in politischen Vereinen und Verbänden oder die Organisation von Demonstrationen oder Frauen*Streiks ein solcher Gestaltungsspielraum sein. Darüber hinaus bieten sich die neuen Medien an, um ein breites Publikum mit eigenen Forderungen zu erreichen. Unabhängig davon, welche partizipativen Formen zur politischen und gesellschaftlichen Mitgestaltung genutzt werden: Die politische Teilhabe von Migrantinnen* ist nicht nur ein wichtiges Signal, sondern vielmehr eine Notwendigkeit für die gesellschaftliche Inklusion und eine angemessene Anerkennungskultur. Nur wer neben Pflichten auch Rechte und Möglichkeiten zur Teilhabe hat, fühlt sich als voll anerkanntes Mitglied unserer Gesellschaft. Eine intersektionale Perspektive in gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen fördert eine funktionierende Einwanderungsgesellschaft. Aus diesem Grund sind Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte ein unentbehrlicher Bestandteil politischer Bewegungen zur längst überfälligen Umsetzung demokratischer Prinzipien. Die Stimmen dieser Frauen* müssen hörbar werden, denn Demokratie braucht alle Stimmen! Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht die volle Umsetzung demokratischer Werte – für alle Bürger*innen! Gleichberechtigte Teilhabe ist die Voraussetzung dafür.

 

Im Migrantinnen*märz wollen wir Frauen* mit Migrations- und Fluchterfahrung in der öffentlichen Sphäre sichtbar machen und Präsenz zeigen mit unseren Forderungen.  Das heißt konkret, dass über niederschwellige, zielgruppengerechte und partizipative Veranstaltungen die Möglichkeiten für mehr politische Teilhabe von Migrantinnen* aufgezeigt werden. Der Fokus soll dabei auf öffentlichen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Veranstaltungen liegen wie z.B. der Organisation von Demonstrationen oder anderen kreativen Straßenaktionen, die einerseits auf die mangelnden Möglichkeiten für Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte hinweisen, sich aktiv politisch zu beteiligen. Andererseits sollen die Veranstaltungen und Aktionen die Zielgruppe empowern und Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte die Plattform bieten, Anliegen zu formulieren und öffentlich einzufordern. Die Frauen* sollen als aktive und selbsthandelnde Personen im Fokus stehen und ihre eigenen Forderungen ausformulieren können.

 

Plakatvorlage_A4_MigrantinnenMärz

Presseverteiler

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Frankfurt an Main, 21. März 2019

Die Teilnehmerinnen* befassen sich mit dem gesellschaftlichen Bild von Frau*sein und wie sich dieses in die eigene Identität hineinwirkt. Mädchen* und junge Frauen* werden bestärkt, ihre persönlichen Interessen und Stärken zu identifizieren und sie dadurch in der Entwicklung eigener Lebensperspektiven zu bekräftigen.

Haus am Dom, Frankfurt a. M., 21. März 2019

Wir präsentieren die Ergebnisse und den Abschluss der Kampagne #Ohne uns! Zentrales Thema ist Sexismus- und Rassismuskritik sowie Frauen*Empowerment.