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women rais.ed
erkennen | ermutigen | empowern

Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte werden in Deutschland vielfach mit Mehrfachdiskriminierungen und Rassismen konfrontiert: bei der Suche auf dem Wohnungs- oder Arbeitsmarkt, durch abwertende Blicke in der Straßenbahn oder durch die fehlende Repräsentation auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Dieser Menschenfeindlichkeit, diesen Benachteiligungen und diesen Ausschlüssen begegnen migriert gelesene Menschen tagtäglich. Insbesondere der rechtsextremistische Anschlag in Halle am 09. Oktober 2019 oder das rechtsextremistisch, rassistisch und islamfeindlich motivierte Attentat vom 19. Februar 2020 in Hanau verdeutlichen, dass diese rassistischen und menschenfeindlichen Ideologien in einer Gesellschaft tödlich sein können.

Besonders betroffen von Rassismus und Diskriminierung sind dabei Migrantinnen, geflüchtete Frauen und Frauen aus Einwanderungsfamilien, da sie innerhalb der Gesellschaft mehreren Diskriminierungsformen ausgesetzt sind. Das heißt, sie sind nicht nur von Rassismus betroffen, sondern mit weiteren Formen der Diskriminierung konfrontiert, z. B. aufgrund ihrer Geschlechtsidentität (Sexismus) oder aufgrund ihrer sozioökonomischen Position und sozialen Zugehörigkeit.

Deswegen möchte DaMigra e.V. mit dem im Juli 2021 gestarteten Projekt women rais.ed von Rassismus betroffene Frauen und Mädchen stärken. Rassismuskritische Bildungsangebote sollen die Handlungskompetenzen von Frauen und Mädchen, die von Rassismus betroffen sind, stärken. Das Projekt fördert ihre Fähigkeit mitzugestalten und mitzuentscheiden.

women rais.ed erkennt: Rassismus benennen

Die Definition von Rassismen ist im ständigen Wandel. Um die verschiedenen Formen von Rassismus zu verstehen, müssen von Rassismus betroffene Frauen die koloniale Geschichte, Entstehung und Folgen von Rassismus kennen und in ihren Lebensrealitäten einordnen können. Dafür bietet women rais.ed betroffenen Frauen kostenlos zugängliche Informationsveranstaltungen und Seminarreihen an.

women rais.ed ermutigt: Sensibilisierung für das eigene rassistische Verhalten

Ein verbreiteter Mythos ist noch immer, dass Menschen, die selbst Rassismus erfahren, nicht diskriminierend handeln können. Diskriminierung kann jedoch auch unbewusst erfolgen und eine Folge internalisierten Rassismus sein. Um diese Strukturen aufzubrechen, bietet women rais.ed Workshops und Maßnahmen an, in welchen Teilnehmende sich mit ihren eigenen Vorurteilen (Biases) und Biografien auseinandersetzen.

women rais.ed empowert: Handlungsfähigkeit stärken und Handlungsstrategien entwickeln

Rassismus und Diskriminierung sind oft lähmende Erfahrungen und für Betroffene schwer zu benennen. women rais.ed bietet betroffenen Frauen sichere Räume, ihre eigene Sozialisation zu reflektieren, ihre Kompetenzen wertzuschätzen und Strategien zu entwickeln, um sich Diskriminierungen und Rassismen entschlossen entgegensetzen zu können.

Kontakt: women-rais.ed@damigra.de
Instagram: women_rais.ed

Das Projekt women rais.ed wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.