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#SELBSTBESTIMMT!
Berlin, 22. Oktober 2021

DaMigra-Jahreskonferenz 2021

Freitag, 22. Oktober 2021, von 09.30 bis 17.00 Uhr

Die Frauenrechtskonvention CEDAW (das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau) hat nun ihr 40-jähriges Jubiläum hinter sich. Wir fragen uns: Was hat sich seitdem in Deutschland getan? Wie wird CEDAW in Bezug auf die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung im Gesundheitssystem umgesetzt, und was bedeutet das für migrierte und geflüchtete Frauen und ihr Recht auf uneingeschränkte Gesundheitsversorgung?

Migrierte und geflüchtete Frauen, die sich häufig in prekären Arbeitssituationen wiederfinden oder systemrelevante Berufe im Gesundheitssystem ausüben, wurden in der Corona-Krise viel beklatscht. Und doch sind sie es, die häufig unter zusätzlicher Belastung stehen und die am wenigsten von Frauenrechtskonventionen wie CEDAW profitieren. Denn Menschen, die bereits von Diskriminierung betroffen sind, haben die Konsequenzen und Auswirkungen der Pandemie besonders schwer getroffen. Das zeigt uns: Wenn Frauenrechtskonventionen wie CEDAW nicht intersektional umgesetzt werden, führt dies unweigerlich dazu, dass Menschen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind, ausgeschlossen werden.

Die Vertragsstaaten der CEDAW Frauenrechtskonvention sind dazu verpflichtet, alle geeigneten Maßnahmen zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau im Bereich des Gesundheitswesens zu ergreifen (Artikel 12 der CEDAW Konvention). Doch der Zugang zu und Umgang mit migrierten und geflüchteten Frauen in Bezug auf Gesundheitsversorgung scheinen nicht mit diesem Artikel übereinzustimmen. Zugangsbarrieren zu Gesundheitsversorgung jeder Art sind für Betroffene von Mehrfachdiskriminierung omnipräsent. Trotz der hohen Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheitswesen wird die Fachkompetenz von migrierten Frauen nicht anerkannt. Sie werden im Arbeitsalltag diskriminiert, haben kaum Aufstiegschancen oder ihre ausländischen Ausbildungs- und Studienabschlüsse werden nicht einmal anerkennt.

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft diskutieren wir aus frauen- und migrationspolitischer Sicht. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Anmeldung:
https://eveeno.com/damigra-jahreskonferenz2021

Sprachen:
deutsch
Übersetzungen:
Bitte teilen Sie Ihren Dolmetsch-Bedarf bei der Anmeldung mit.

Programm

Moderation: Gilda Sahebi, Journalistin / Ärztin / Autorin

08:30

Registrierung und Begrüßungskaffee  

09:30

Grußwort

Dr. Martina von Bassewitz, Leiterin des Referats ,Teilhabe und Medien‘, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kook-Nam Cho-Ruwwe, Vorstandsvorsitzende, DaMigra e.V.

Einführung

Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin von DaMigra e. V.

10:00 

Block I Stand der Umsetzung der Frauenrechtskonvention CEDAW in Deutschland aus migrations- und genderpolitischer Perspektive: Ist die Gleichstellungspolitik Deutschlands intersektional?

Input Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin, Deutscher Juristinnenbund e.V.

Diskussion mit
Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin, Deutscher Juristinnenbund e. V.
Marion Böker, Beraterin für Menschenrechte & Genderfragen, Mitglied der CEDAW-Allianz Deutschland
Duygu Bräuer, Vorstandsvorsitzende, DaMigra e. V.
Lucie Veith, Intergeschlechtliche Menschen e.V., Mitglied der CEDAW-Allianz Deutschland

12:15   

Mittagspause

13:00

Block II Zugänge zum Gesundheitssystem während der COVID-19-Pandemie: Wie zugänglich ist Gesundheitsversorgung für migrierte und geflüchtete Frauen und Mädchen?

Input Dr. Novak-Zezula, Managing Director des Zentrums für Gesundheit und Migration, Wien

Statements und Diskussion mit
Mathilda Legitimus-Schleicher, Nala e. V., MiMi-Mediatorin beim Ethno-Medizinischen Zentrum Bayern e. V.
Lilith Raza, LSVD e.V. Lesben- und Schwulenverband

Reem Alabali-Radovan, MdB, SPD, ehemals Integrationsbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern

15:00

Kaffeepause

15:30

Block III Teilhabe von Frauen in den Gesundheitsberufen: (Un-)Gleichbehandlung am Arbeitsmarkt trotz Systemrelevanz?

Input Prof. Dr. Theda Borde, Alice Salomon Hochschule Berlin

Statements und Diskussion mit
Prof. Dr. Theda Borde, Alice Salomon Hochschule Berlin
Kook-Nam Cho-Ruwwe, Vorstandsvorsitzende von DaMigra e. V.

17:00

Ende der Veranstaltung

 

Bitte beachten Sie die 3G-Regel: Sie sollten geimpft, genesen oder getestet sein.

Während der Veranstaltung werden Fotoaufnahmen gemacht. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, informieren Sie bitte das DaMigra-Team.

Im Anschluss an jeden Block gibt es eine Fishbowl-Diskussion. Wir laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen.

Einladung und Programm hier downloaden.

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