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Flucht und Asyl

Geschlechtsspezifische Flucht- und Asylgründe

Nicht zuletzt aufgrund der Fluchtbewegungen, die 2015 auf der Balkanroute für die Entstehung eines humanitären Fluchtkorridors nach Westeuropa gesorgt haben, entfachte die Debatte um Willkommenskultur, Obergrenzen, Behördenversagen, Asylgesetzverschärfungen sowie Fragen der Sicherheit und Ordnung. Global geführte Kriege und humanitäre Hungers- und Naturkatastrophen stehen der Abschottungs- und Problemauslagerungspolitik der EU und Deutschland gegenüber.

Das Recht auf Asyl ist seit seiner Proklamierung 1951 durch die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) nie derart in Frage gestellt und gesetzlich ausgehebelt worden wie wir dies heute in Europa erleben. Geflüchtete Frauen* und Mädchen* leiden am stärksten unter dieser Entwicklung. Geschlechtsspezifische Flucht- und Asylgründe wie etwa Female Genitale Mutilation (FGM), Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung bleiben bei den Debatten und Gesetzesinitiativen in Deutschland nahezu unbeachtet. Geschlechtsspezifische Gewalt und Verfolgung belastet aber das Leben vieler Frauen* und Mädchen* weltweit.

Frauen* und Mädchen, die nach ihrer Flucht in Deutschland ankommen, sind oft traumatisiert. Die Unterbringungssituation in überfüllten Unterkünften führt nicht selten zu erneuten Gewalterfahrungen und zur Verschlimmerung der Situation von geflüchteten Frauen*.

Pressemitteilung zum Internationalen Tag der Geflüchteten 2020

Pressemittelung zum Nationalen Tag der Geflüchten 2020