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Gesundheit und Gesundheitsversorgung

Barrieren im Gesundheitssektor führen oftmals zu einer prekären Gesundheitssituation von Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte.

Migrantinnen* sind aufgrund diverser psychischer und physischer Faktoren oft vorbelastet. Hierzu zählen auch Traumatisierung durch Krieg und Flucht. Viele Frauen* erleben durch die Migration einen Statusverlust, dadurch findet eine Unterschichtung im beruflichen und sozialen Umfeld statt, die auch zu prekärer Gesundheitssituation führt. Zudem migrieren Frauen* oft mit ihren Kindern, was gerade für Alleinerziehende eine enorme Belastung darstellt.

Migrantinnen*, die bereits dauerhaft in der BRD leben, stossen auf Barrieren im Gesundheitssektor. Beispielsweise fehlen bundesweit mehrsprachige Gesundheitsangebote, Ärzt*innen und Therapeut*innen. Bei geflüchteten Frauen* im Asylverfahren werden die Therapiekosten nicht übernommen bzw. es wird nur die Notfallversorgung gesichert. In manchen Fällen haben die Frauen* abhängig von ihrem Aufenthalsstatus sogar gar keinen Krankenversicherungsschutz für sich und ihre Kinder*.

 

Null Toleranz für Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelungen an Frauen* und Mädchen* sind eine massive Menschenrechtverletzung! Anlässlich des 6. Februar, dem internationalen Tag gegen Genitalbeschneidung, veranstaltete der Dachverband der Migrantinnen*organisationen (DaMigra e.V.) ein Fachgespräch zwischen betroffenen Frauen*, Beratungsstellen, Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen und Behörden.

Zudem 23. Juni 2020 organisierte DaMigra einen Runden Tisch zum Thema FGM (Female Genital Mutilation), bei dem sich zahlreiche Expertinnen* online zusammenfanden. Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch erneut voranzubringen und folgende Fragen zu diskutieren: Welche Präventionskonzepte bestehen bereits in Europa, insbesondere in Deutschland und Österreich? Wie können die Frauenrechtsinstrumente, wie die Istanbul-Konvention und die Frauenrechtskonvention CEDAW, zur Bekämpfung von FGM beitragen? Was braucht es für eine gute Prävention? Wie kann das große Ziel Null-Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung (zumindest in Deutschland, im Idealfall weltweit) erreicht werden?

 

Veranstaltungen zum Thema Gesundheit für geflüchtete Frauen*

Vom Umgang mit Traumata, über die psychologische Gesundheit bis hin zur Brustkrebsprävention: Im Rahmen des Mut-Macherinnen*-Projekts von DaMigra finden zahlreiche Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen und Multiplikatorinnen*schulungen zum Thema Gesundheit für geflüchtete Frauen* statt.