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Politische Teilhabe von Migrantinnen*

Um bei den Bundestagswahlen eine Stimme abgeben zu dürfen, bedarf es der deutschen Staatsangehörigkeit. Damit sind 10,6 Millionen in Deutschland lebende Ausländer*innen (darunter 4,8 Millionen Frauen*) bei der Wahl ihrer politischen Vertreter*innen auf Bundesebene ausgeschlossen, das sind 12,8 % der Bevölkerung. Seit der Grundgesetzänderung von 1992 können EU-Bürger*innen immerhin an Kommunalwahlen teilnehmen, für sogenannte Drittstaatsangehörige gilt dies jedoch weiterhin nicht. Sie können sich weder direkt, noch indirekt an Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen beteiligen. Dies betrifft 5,9 Millionen Menschen in Deutschland. Ungeachtet ihrer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Beteiligung in diesem Land, wird ihnen die politische Beteiligung verwehrt.

Hinzu kommt, dass Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte im institutionellen Bereich der Politik deutlich unterrepräsentiert sind. Lediglich 8 % aller Abgeordneten haben eine Migrationsgeschichte, wie viele Frauen* darunter sind, wird nicht erhoben. Dieser Anteil liegt weit unter dem Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung. Dieser lag im Jahr 2017 bei 23,6 %

Die Anliegen von Frauen* mit Flucht- und Migrationsgeschichte sind damit unzureichend in der institutionellen Politik vertreten. Als Dachverband der Migrantinnen*organisationen hat DaMigra e.V. es sich zum Ziel gemacht, ihre Anliegen durch Lobbyarbeit in die Politik zu tragen.

 

100 Jahre Frauen*wahlrecht – für alle?!

Im 100. Jubiläumsjahr des Frauen*wahlrechts stellte DaMigra e.V. seinen Aktionsmonat den Migrantinnen*märz unter das Motto „100 Jahre Frauenwahlrecht – für alle?“. Zwischen dem Internationalen Frauen*kampftag am 8. März und dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung am 21. Märzmachte DaMigra mit einer Reihe von Ausstellungen, Workshops und Diskussionsrunden deutlich, dass in Deutschland auch 2018 noch lange nicht alle Frauen* wählen können und verlieh seinen Forderungen Nachdruck.

Forderungskatalog 100 Jahre Frauen*wahlrecht

 

Jahreskonferenz 2017: Gleiche Stimme, gleiche Rechte!

Was hält eine liberale Demokratie zusammen? Wie können Migrantinnen* unabhängig ihrer „Herkunft“, Religion oder ihren Ausweispapieren besser in Parteien und Gremien repräsentiert werden? In welcher Form fordern vulnerable Gruppen wie Frauen* ohne Aufenthaltspapiere ihre Grund- und Menschenrechte ein? Die DaMigra e.V Jahreskonferenz 2017 beschäftigte sich mit der politischen Teilhabe von Mgrantinnen* und geflüchteten Frauen*.  Am Ende waren wir uns einig: Demokratie braucht jede Stimme – damit sie lebendig und zukunftsfähig bleibt.

Dokumentation Jahreskonferenz 2017 Gleiche Stimme – Gleiche Rechte

Pressemitteilung_DaMigra Jahreskonferenz 2017

Positionspapier_ DaMigra Jahreskonferenz 2017

 

„Demokratie leben!“: Projekt zu politischer Teilhabe

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ setzt DaMigra e.V. das Projekt „Gleichberechtigte politische Teilhabe für Migrantinnen*“ um. Das Projekt bietet bundesweit Veranstaltungen, die Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte zur politischen Teilhabe empowern. Ziel des Projekts ist es, dass Frauen* ihre politischen Rechte wahrnehmen und als Vorbilder in den Familien und Communities agieren.

Mehr zum Projekt

 

Bundestagswahl 2017

Anlässlich der Bundestagswahl am 24.09.2017 haben wir verschiedene Kampagnen ins Leben gerufen.
Mit Künstlerin Idyl Baydar und 7 weiteren Verbänden forderten wir alle Migrant*innen zum Wählen auf, denn jede Stimme zählt:

Wählen oder nicht wählen? Das ist die Frage.

Gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisation haben wir bundesweite Workshops und Diskussionen zum Thema Wahlrecht veranstaltet:

Seid mutig_Geht wählen_Flyer

Vor fast 100 Jahren hatten Frauen* in Deutschland erstmals das Recht, sich an Wahlen zu beteiligen. Wir haben gemeinsam mit über 40 Frauen*verbänden und zivilgesellschaftliche Organisationen Frauen* in Deutschland dazu aufgerufen, ihre Stimme für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt abzugeben:

Wo Wahl draufsteht, muss Demokratie herauskommen!

29. Oktober 2019

Ab 2020 sollen im Programm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ statt der bisherigen 400 Modellprojekte nur noch 100 gefördert werden. Neben der Vielzahl an anerkannten Trägern, die nun vor Existenzfragen stehen, bedeutet dies vor allem auch den Kompetenzabbau für das Themenfeld Antifeminismus, Sexismus und Gleichstellungsfeindschaft, die für eine nachhaltige Analyse und Bekämpfung von Rechtsextremismus unerlässlich ist.

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18. Oktober 2019

Mit der Istanbul-Konvention (IK) ist ein Meilenstein in der Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung der Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* im europäischen Raum erreicht. …

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18. Oktober 2019

Breites Bündnis fordert mehr Geld für Demokratieprogramm Die Kritik an der Bundesregierung und ihrem Demokratieförderprogramm wächst. Rund 120 Organisationen der Zivilgesellschaft sowie rund 120 Unterstützer*innen …

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MUT-MACHERINNEN*
Hamburg, 20. November 2019

Laut UNHCR sind aktuell über 70 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht. Davon die Hälfte Frauen und Mädchen. ...

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MUT-MACHERINNEN*
München, 22. November 2019

DaMigra e.V. lädt im Rahmen des MUT-Macherinnen* Projekts herzlich zur Veranstaltung „Die Freizügigkeit ist ein Recht aller Menschen. ...

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