#selbstbestimmt!

Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte zwischen Mehrfachdiskriminierung und Selbstbestimmungsrecht

Jede Frau* mit Migrations- und Fluchterfahrung hat ihre eigene Geschichte und die Hintergründe für Migration und Flucht sind so vielfältig wie die Frauen* selbst. Ob vor vielen Jahren nach Deutschland migriert, gerade nach Deutschland geflüchtet oder in 2., 3., oder 5. Generation in Deutschland geboren und aufgewachsen – gemeinsam haben alle Frauen*: das Recht auf Selbstbestimmung!

Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte erfahren Diskriminierung, weil sie Frauen* sind, sie aus einem vermeintlich „fremden“ Land kommen, weil ihnen aus einer von Außen zugeschriebenen ethnischen oder „religiösen“ Identität bestimmte „kulturelle Eigenschaften“ angedichtet werden.

Frauen*, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, aber als nicht-deutsch gelesen und verstanden werden, erfahren Diskriminierung durch Zuschreibung einer „anderen“ „ursprünglichen“ oder „eigentlichen“ kulturellen Zugehörigkeit und daraus abgeleiteten Eigenschaften, die ihnen „im Blut“ liegen müssen.

Wir bewegen uns zwischen Mehrfachdiskriminierung auf der einen Seite und dem Recht auf Selbstbestimmung auf der anderen Seite. Die mehrfache Diskriminierung in vielfachen Abstufungen schafft politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Barrieren mit unterschiedlichen Einschlägen auf unsere individuelle Lebensgestaltung – sie behindert uns in unserem Recht auf Selbstbestimmung!

Mit dem Projekt: „#selbstbestimmt! – Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte zwischen Mehrfachdiskriminierung und Selbstbestimmungsrecht“ kämpft DaMigra für den Abbau dieser Barrieren.

#selbstbestimmt! empowert: Frauen* auf der Flucht oder in der Migration sind häufig auf sich allein gestellt. Sie übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Leben und für das ihrer Kinder. Sie benötigen keine Bevormundung. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate eröffnet #selbstbestimmt! Räume und Möglichkeiten, eigene Themen zu diskutieren und eigene Ziele zu definieren.

#selbstbestimmt! macht Lobby – und Netzwerkarbeit: In Gremien, Ausschüssen und Parlamenten wird häufig über Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte gesprochen und entschieden, seltener mit ihnen.  #selbstbestimmt! ist durch DaMigra und ihre Mitgliedsorganisationen in Gremien auf landes- bundes- und europäischer Ebene vertreten.

#selbstbestimmt! macht sichtbar: Migration ist keine Urlaubsreise und Flucht ist keine Kreuzfahrt – es erfordert Mut und Stärke, in einem fremden Land für sich und die Familie ein neues Leben aufzubauen. In Migrantinnen*selbstorganisationen treffen die Erfahrungen von Frauen*, die vor vielen Jahren migriert sind auf die Kenntnisse von geflüchteten Frauen* – diese Expertisen sind Schätze, auf die eine demokratische Gesellschaft der Vielfalt eines Einwanderungslandes dringender als je angewiesen ist. #selbstbestimmt! macht die vielfältige, bereichernde, inspirierende Arbeit von Migrantinnen* vor Ort und den Mitgliedsorganisationen von DaMigra mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sichtbar.

Das Projekt „ #selbstbestimmt! Frauen* mit Migrations- und Fluchtgeschichte zwischen Mehrfachdiskriminierung und Selbstbestimmungsrecht“  wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.